Agrardemo in Berlin mit DemonstrantInnen aus der Oberpfalz und Niederbayern

Zum 8. mal fand in Berlin die Demonstration für einen bäuerliche Landwirtschaft unter dem Motto:

"Wir haben es satt statt" sowie "Essen ist politisch" statt.

Es waren aus Regensburg wieder viele Aktive dabei um insbesondere für die Agrarwende zu demonstrieren. Petra Filbeck hat die Fahrt ideal organisiert. Wir standen früh auf, waren um 11 Uhr in Berlin, haben kurze gute und prägnante Reden gehört, sind zusammen mit 33.000 Demonstranten in einem bunten Zug durch Berlins Straßen gezogen, gingen danach noch gemütlich essen und aufwärmen, hatten bei der Rückfahrt im Bus gute Gespräche und waren gegen 24 Uhr wieder da. Alle waren der Meinung: es war wichtig und gut, dass wir aus Regensburg und der Oberpfalz dabei waren und auch ein kleines Zeichen gesetzt haben!

 

Vielleicht ändert sich bis 2019 im Agrarsektor so viel, dass keine Demonstration mehr notwendig ist, wir haben dann am 20.01. unseren kleinen Teil dazu geleistet. Ansonsten würden wir uns freuen, wenn Ihr und Sie 2019 für Veränderung in Berlin einsteht und die "Agrarwendemo" schon mal geistig vormerkt. Wir werden wieder rechtzeitig informieren.

30.01.2018

Oberpfalz und Berlin: Am 20.01. demonstrierten über 30 000 Bürgerinnen und Bürger, Landwirte mit 160 Traktoren lautstark: Für eine faire, nachhaltige, bäuerliche und regionale Landwirtschaft; und gegen Agrarindustrie, Tierfabriken und Gentechnik. Für mehr Umweltschutz; und gegen Massentierhaltung und Glyphosat. Vor Ort waren auch zahlreiche Niederbayern und Oberpfälzer aus Landshut, Kelheim, Regensburg, Schwandorf, Weiden, Tirschenreuth …

Die Agrarwende und der Verbraucherschutz müssen vorankommen. Artenschwund, Erosion wertvollen Ackerbodens,  Bayernei-Skandal  und die nicht abgestimmte Zustimmung zur Glyphosatverlängerung durch den geschäftsführenden Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt zeigen es deutlich: es muss sich viel ändern!  Zeitgleich zur Grünen Woche fand dieses Jahr in Berlin auch die internationale Agrarministerkonferenz statt. Als Gastgeber steht Deutschland im Licht der Weltöffentlichkeit. Der Kilometerlange Demonstrationszug führte lautstark an der Konferenz vorbei und sagte: Nationale, europäische und auch die globale Agrar- und Ernährungswende und ein gerechten Handel sind wichtiger sind, als die einseitige Verfolgung der Interessen der Agrarindustrie.  

Wenn Politik, Bürgerinnen und Bürger nicht aktiv werden wird weiterhin gelten: Die Artenvielfalt landwirtschaftlich genutzter Flächen und darüber hinaus ist ziemlich egal. Unsere Nutztiere sind oft nur „Betriebsmittel“, auf Hochleistung getrimmt und ausufernd mit Antibiotika behandelt und auf vielen unserer verpackten Lebensmittel ist der Aufdruck „Fake-News“ und hat wenig mit der heilen Welt der Produktwerbung zu tun. Die Politik muss handeln und Lobbyisten nicht mehr Mitsprache und Gehör einräumen wie den wirklichen Bauern und Verbrauchern. Wer etwas verändern will, muss das aber auch  beim täglich beim Einkauf zeigen.

„Rund 70 Engagierte aus der Oberpfalz und Niederbayern sind alleine in einem Bus nach Berlin gefahren um auch für unsere Region ein Zeichen zu setzen. Auch unsere Region erlebt leider einen dramatischen Schwund von Bauernhöfen. Auch bei uns müssen Landwirte sehr intensiv und oft auch gegen ihre eigene innere Überzeugung wirtschaften, um im „Wettbewerb“ der stetig steigenden Pachtpreise mithalten zu können. Das ist auch eine Folge des Landverlustes durch den geraden in Bayern und im Großraum Regensburg immensen „Flächenfraß“ sagen Petra Filbeck und Raimund Schoberer von BUND Naturschutz Regensburg.  „Wir brauchen noch mehr regionale Vermarktungsstrukturen und eine Kennzeichnung für Fleisch aus bäuerlicher und artgerechter Tierhaltung nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung“. Aktuelle Medienartikel zeigen, dass Kommunen im Raum Regensburg Vorbildfunktion leben und z.B. regionales Marketing protegieren und Glyphosat von ihren Flächen verbannen.