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Sauberes Wasser, blühende Äcker und zufriedene Schweine - Zu Besuch auf dem Naturland-Hof des LVÖ Vorsitzenden Hubert Heigl in Kallmünz

Kornblume (Centaurea cyanus)

Venus-Frauenspiegel (Legousia speculum-veneris)

Acker-Rittersporn (Consolida regalis)

21.07.2020

Der ökologische Landbau bietet ein umfassendes Natur- und Umweltschutzpaket: Er ist angewandter Klimaschutz, bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Arten in der Agrarlandschaft, und schützt Grundwasser und Gewässer vor schädlichen Nitrat- und Phosphateinträgen. Die Tiere werden mit artgerechtem Ökofutter, Stroheinstreu, mehr Platz im Stall und Zugang zu Frischluft im Außenbereich aufgezogen.


All diese Vorteile des Ökolandbaus konnten am Hof von Hubert Heigl besichtigt werden. Die Schweine fühlen sich in dem offenen Stall mit Stroheinstreu sichtlich sauwohl. Darüber hinaus bewahrt der Landwirt, finanziell gefördert durch das bayerische Vertragsnaturschutzprogramm seltene Ackerwildkräuter, zahlreiche davon stehen sogar auf der Roten Liste. Die bunten Getreidefelder bieten vielen Insekten und Feldvögeln wertvollen Lebensraum und Nahrungsgrundlage und beweisen wie gut sich Naturschutz und nachhaltige Nahrungsmittelproduktion miteinander verbinden lassen. Hubert Heigl betonte die Stärken dieses flächenhaften Ansatzes gegenüber der Trennung in intensiven Ackerbau und Naturschutz in Form direkt angrenzender schmaler Blühstreifen.


BUND Landesvorsitzender Richard Mergner erläutere was sich ändern muss, damit der Ökolandbau nicht wie bisher mit einem Anteil von 11 % ein Schattendasein führt: „Um das jetzt im bayerischen Naturschutzgesetz verankerte Ausbauziel von 30% für den Ökolandbau bis 2030 zu erreichen, müssen die Anstrengungen der bayerischen Staatsregierung jedoch noch weiter erhöht werden“, so Mergner, und weiter: „Beispielsweise muss ein Bioanteil von mindestens 30% als Vorgabe in der staatlichen bayerischen Außer-Haus-Verpflegung, in Kantinen und bei Veranstaltungen, festgeschrieben werden. Regional alleine reicht nicht aus.“

Wir als Regensburger Bürger tragen allerdings auch einen Anteil der Verantwortung. Unser Ziel muss sein nicht nur bei Kantinen sondern auch bei unseren privaten Einkäufen auf einen höheren Anteil an Bio-Produkten zu achten. Allein im Landkreis Regensburg gibt es rund 100 Biobäuer*innen die wir durch nachhaltigen Nahrungsmittelkonsum unterstützen können.