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Ortsgruppen

Berichte in der Presse über Jahreshauptversammlung 2012

Originalbericht aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 14. März 2012

Originalbericht aus der Donaupost vom 16. März 2012

"Forschende Erdferkel" in Sorge um Gelbbauchunken

Umwelt: Die Ortsgruppe Obertraubling des Bund-Naturschutz hat die Patenschaft für die bedrohte Tierart übernommen. Lang lobt die zahlreichen Aktivitäten.

Obertraubling. Zur Jahresversammlung der BN-Ortsgruppe Obertraubling im Gasthof "Zum Fassl" kam neben vielen Mitgliedern auch Bürgermeister Alfons Lang. Nach der Vorstellung des Kassenberichts und der Entlastung durch die Kassenprüfer, folgte ein Bildervortrag über die zurückliegenden Aktivitäten der Ortsgruppe. Der BN-Vorsitzende Andreas Skala erinnerte dabei neben verschiedenen Exkursionen an Aktionen, bei denen Vogelnistkästen im Gemeindegebiet gereinigt wurden oder der Falkenkasten im Kirchturm erneuert wurde. Außerdem wurde der Naturlehrpfad am Standortübungsplatz gepflegt. Höhepunkt der Rückschau war ein von Marianne Adam aufgenommener Kurzfilm von den Jungfalken im Obertraublinger Kirchturm. Erneut fand bei den Kindern der Aktionstag, der bei der von der Gemeinde durchgeführten Gemeindefreizeit stattfand, regen Zuspruch, der für die Kinder von den BN-Aktiven gestaltet wurde. Auf den Winzerer Höhen wurden Versteinerungen gesucht und unter Anleitung von Ralf Heilmann vom Naturkunde Museum Regensburg bestimmt und anschließend präpariert. Die Ortsgruppe beteiligte sich auch am "Agenda-Cafés" des Wochenmarkts. Der Erlös aus dieser Aktion wurde für eine Spende an die BN-Kreisgruppe Regensburg zum Ankauf einer Teilfläche der "Mariaorter Donauinsel" gespendet. Nach wie vor sind die "Forschenden Erdferkel", die von Marianne Adam geleitete Kindergruppe, der ganze Stolz der Obertraublinger BN-Ortsgruppe, freute sich Skala. In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband übernahm die Ortgsgruppe eine Patenschaft für die seltenen und vom Aussterben bedrohten Gelbbauchunken. Bürgermeister Alfons Lang lobte die Vorstandschaft und die Mitglieder für ihr ehrenamtliches Wirken. "Die Tätigkeiten der Ortsgruppe sind ein wertvoller Beitrag für die Gemeinde Obertraubling", betonte Lang.

Gemeinsam mit den Kindern gingen Mitglieder der Ortsgruppe
auf Suche nach den Gelbbauchunken. Foto: Skala


Mit dem BN den Schmetterlingen hinterher

 Originalbericht aus der MZ zum Download

Im Rahmen der "Bayerntour 2011 Natur" veranstaltete die Bund Naturschutz-Ortsgruppe Obertraubling eine Schmetterlingsexkursion durch den Standortübungsplatz in Oberhinkofen. Waren dort vor wenigen Jahren noch viele verschiedene Schmetterlingsarten anzutreffen, so muss man heute intensiv suchen, um zumindest einige wenige Exemplare anzutreffen. Die Exkursionsleiter Wolfgang Buchner und Dieter Adam erklärten, dass neben negativen Umwelteinflüssen auch die heuer lange Winterkälte für den Rückgang verantwortlich sei. Die Freude war dann umso größer, als bei der Tour der seltene "Moorfalter" erspäht wurde. Foto: BN


Kinder machten sich auf die Suche nach Gelbbauchunken

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung vom 15.06.2011Original als PDF

Die Kindergruppe des Bund Naturschutz (BN) in Obertraubling, die "Forschenden Erdferkel", machte sich auf, die seltenen Gelbbauchunken zu suchen. Zusammen mit dem Gebietsbetreuer des Landschaftspflegeverbands, Hartmut Schmid, fuhr die Gruppe mit dem Fahrrad in die Umgebung. Die Gelbbauchunke, die geschützt werden muss, ist ein etwa fünf Zentimeter großer Froschlurch, der in Kleingewässern, Abbaustellen und Pfützen am Wegrand lebt. Das Projekt gehört zu dem bayernweit in sieben Landkreisen durchgeführten Projekt "Bayerns Ureinwohner", das vom Deutschen Verband für Landschaftspflege organisiert wird. Text und Foto: LEX




19.04.2010 MZ: Unrat am Litzelbach wird zum Ärgernis

Von Alexandra Nurtsch, MZ

Obertraubling. Marianne Adam ist sauer. Im Februar sammelte sie mit ihrer Kindergruppe "Die forschenden Erdferkel" des Bund Naturschutz Müll am Litzelbach im Bereich Oberhinkofen/Piesenkofen. Weil damals noch dick Schnee lag, machte sich Adam kürzlich auf den Weg, um in dem Bereich nachzusammeln. Vor zwei Monaten waren es vier Säcke voll und nun waren es wieder zwei. "Da war alter Müll dabei, der unter dem Schnee lag, aber auch viel Neues. Und das hat mich geärgert", sagt Adam.

Auffällig sei bei beiden Malen gewesen, dass in dem Bereich weniger der Müll von Jugendlichen, sondern viel Haushaltsmüll wie Katzenfutter, Weichspülerflaschen, Margarinebecher oder Haarspraydosen entsorgt wurden. Der Mülleimer beim Marterl sei jedoch leer gewesen. "Der Umweltverschmutzer muss jemand sein, der in der Nähe wohnt", mutmaßt Adam. Konkrete Hinweise gebe es jedoch nicht. Adam nahm den Müll mit nach Hause und trennte ihn. Am Ende blieb ein halber Sack Restmüll, die anderen Stoffe entsorgte die Naturschützerin im Wertstoffhof. Besonders sauer stößt Adam auf, dass sie während ihrer Nachräum-Aktion angesprochen wurde, dass sie in dem Bereich doch einmal mit ihrer Jugendgruppe aufräumen könnte. "Das ist eine Schweinerei, dass Kinder den Dreck von Erwachsenen wegmachen sollen. Wo bleibt denn da die Vorbildfunktion?", fragt Adam und weist darauf hin, dass in dem Bereich noch einiges auf die Kinder zukommen werde. "Unsere Kinder werden auch den Atommüll, den wir Erwachsenen erzeugen und eben nur zwischenlagern, wieder ausgraben müssen", sagt sie und verwaist auf Asse.

Für den Obertraublinger Verwaltungsleiter Reinhard Kilian ist die illegale Entsorgung von Hausmüll allgemein ein Problem. Vor allem in Böschungen an Straßen, wo viel los sei, werde immer wieder Müll entsorgt. Nach der Schneeschmelze reinigt der Bauhof systematisch die Straßengräben. Und auch während des Jahres entsorgen die Männer immer wieder den weggeworfenen Müll. Werde die Stadt auf den Verschmutzer aufmerksam, wird der Fall ans Landratsamt weitergeleitet. Dort werden dann weitere Schritte geprüft.


03.05.2010 MZ: Keltische Walpurgisnacht im Wald

Keltische Walpurgisnacht im Wald
aktion Zum Lichtfest Beltane ließen Bund Naturschutz und Agenda 21 die
vorchristliche Zeit lebendig werden.
Obertraubling. Über 80 Kinder und Erwachsene waren der Einladung von Bund Naturschutz und Agenda21 zur Walpurgisnacht gefolgt. Am Eingang zum Naturlehrpfad in Piesenkofen blies ein prächtig gewandeter Keltenfürst ins Horn und versammelte so das Volk um sich und seine Prinzessin. Der Fürst erläuterte den keltischen Jahreskreis mit seinen Hauptfesten im Vergleich zu den später entstandenen christlichen Festen.
Zum Lichtfest Beltane haben die Kelten mit Ritualen die wachsende Kraft der Natur und ihre Fruchtbarkeit begrüßt. Diesem besonderen Datum wird nachgesagt, dass das Tor zur "Anderswelt" offen steht und mit den Geistern Verbindung aufgenommen werden kann.
Um von solchen bösen Geistern nicht belästigt zu werden, übergab eine aus dem Wald auftauchende Hexe der Prinzessin eine Schutzsalbe, mit der sie das ganze Volk auf der Stirn salbte. Mit diesem Schutz versehen kletterten die Besucher durch einen mit Symbolen geschmückten Haselreif, um einen Blick auf die Zeit der Ahnen zu werfen.
Am Weiher angekommen bemalten der Fürst und sein Gehilfe die Besucher mit grünen und blauen Farbstrichen im Gesicht zum Schutz gegen Wassergeister. So gewappnet konnte nichts mehr passieren, als auf einmal Wölfe heulten, Eulen schrien und Frösche durch den Wald quakten. Mit diesem Tierlautspiel teilte der Fürst sein Gefolge in drei Gruppen, die sich, am Thingplatz angekommen, an den zugeordneten Tischen versammelten.
Mit allen Sinnen nahmen die Besucher Kontakt zum Wissen der Ahnen auf. Die Kelten hatten viel Gespür für die Kräfte der Natur, sie fühlten die Energien und bauten ihre Siedlungen und Versammlungsorte an solchen Energieplätzen, erklärte die Schamanin an ihrem Stand. Sie zeigte mit ihrem Pendel die Lebenskraft einer mächtigen Weide und verschiedene ihrer persönlichen Pendelzeichen, zum Beispiel für giftig und essbar.
Kinder lassen sich viel eher auf die Energien ein, als Erwachsene, so zeigte es der Test der Pendelfähigkeit der Teilnehmer. Eifrig pendelten die Kinder mit ihren geschenkten Holzanhängern die Energien der Bäume aus. Bei den Kräuterhexen rochen, tasteten und erschmeckten sie Kräuter aus der Natur, die auch heute noch als Gewürz- und Heilkräuter Anwendung finden. Jedes Kind bekam einen Kräuterzweig mit nach Hause.
Der Fürst selbst erklärte am Räucherstand, dass mit dem aufsteigenden Rauch damals wie heute versucht wird, Verbindung mit dem Göttlichen aufzunehmen. Die aufsteigenden Gerüche haben außerdem verschiedene Wirkungen auf Körper und Seele. Die Kinder legten verschiedenes Räucherwerk auf und verwedelten den Rauch mit großen Eulenfedern. Sie erkannten den Geruch von Weihrauch, Kampfer und Wacholder. Nach all diesen Eindrücken stärkten sich die Besucher mit Zaubertrank, Kräuterbroten, Nüssen und Quittenbrot.
Bei Einbruch der Dämmerung rief das Horn alle Anwesenden zur Feuerschale. Unter Anleitung lernten die Besucher einen Feuertanz. Der Fürst entließ das Volk mit dem keltischen Segen. Ganz Mutige durften vor dem Nachhauseweg noch über die Feuerschale springen.