MenuKreisgruppe RegensburgBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Rückblick 2019



Als erste Aktivität 2019 unterstützte die OG das Volksbegehren„Bienen und Artenvielfalt retten“. Neben persönlichen Gesprächen wurde mit Flyern, Plakaten und Zeitungsartikeln geworben, um möglichst viele Bürger zur Teilnahme zu motivieren.

Am 23.03.19 startete unser Wiesenbrüterprojekt mit dem Zaunaufbau um das Schutzgebiet in der Unteren Au zwischen Schierling und Kraxenhöfen. Das bedeutet alljährlich für die Helfer eine Fläche von ca. 6,7 ha mit einem Elektrozaun von einem km Länge einzuzäunen. Mit einem festen „Schichtplan“ ist an jedem Tag der Woche ein anderes Mitglied als Beobachter nahe des Projektes unterwegs. Dokumentiert werden Wiesenbrütersichtungen und besondere Vorkommnisse, wie z. B. Störungen am Elektrozaun.

Zunächst verlief das Jahr zumindest bei den Brachvögeln enttäuschend. Ein Nest konnte innerhalb der Schutzzone nicht entdeckt werden. Im Verlauf des Sommers wurde jedoch mehrmals ein junger Brachvogel, sowie eine Kibitzfamilie mit 3 Jungen gesichtet. Ein schöner Erfolg, wenn auch zur Erhaltung dieser bedrohten Vogelarten noch viel zu wenig!

 „Alles neu macht der Mai“- so konnte die OG im Wonnemonat gleich mehrere Neumitglieder begrüßen. Als kommissarischer Schatzmeister wurde Dr. Andreas Strasser einstimmig gewählt. Auf Wunsch der OG wurden alle wichtigen Zugangswegezur Au auf Anordnung der Unteren Naturschutzbehörde vom Bauhof Schierling neubeschildert. Die alte Beschilderung war zum Teil schadhaft und unlesbar geworden. Die Bevölkerung wird dadurch über das richtige Verhalten während der Brutzeit informiert.

Die 2019-er Führung fand am 19. Mai dieses Mal in der Oberen Au (Schierling Richtung Niederleierndorf) statt. Unter der Leitung von Robert Hierlmeier ging es unter anderem zum Brutgebiet der Kiebitze (derzeit ca. 10 Brutpaare) nahe der B15n, das im Rahmen von Ausgleichsflächen vom Landschaftspflegeverband betreut wird, sowie zu den neuen Ankaufsflächen des BN. Die große Teilnehmeranzahl an dieser Führung zeigte, wie stark das Interesse der Bevölkerung am regionalen Naturschutz wächst. Nur wenig bekannt war den meisten Teilnehmern, dass auch echte Moorflächen in der Laberau zu finden sind. Der BN konnte mit Hilfe von Spendengeldern einige kleinere Flächen aufkaufen mit dem langfristigen Ziel die Zerstörung der Moorflächen aufzuhalten.

Mitte September führte eine Radlexkursion die OG in die Isarauenzwischen Moosburg und Hangenham, zur Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen und zur Sempter Heide, einem botanischen Juwel. Große Braunelle, Sonnenröslein, Silberdisteln konnten bestaunt werden. An den Stauseen konnten viele Entenarten, Haubentaucher, Reiher beobachtet werden. Eine Erfrischung in der Isar aber auch im Biergarten zum Ausklang beendeten den interessanten Tag.
Natürlich durfte auch das Sommerfest der Ortsgruppe 2019 nicht fehlen. Mit vielen selbstgemachten Köstlichkeiten trafen sich die Aktiven im August zu einem Grillfest. Im Oktober fand wieder die Säuberung des Rinnengrabens statt. 12 h wurde von mehreren Mitgliedern das Gras gemäht, abgerecht und zusammengetragen.

Im nächsten Jahr wollen wir unsere Artenkenntnisse erweitern. Es sind Vorträge und Exkursionen zum Thema Wildbienen und Pilze geplant.

Susanne Czerny, Martina Kümpfbeck

 

 

 

Die BN-Ortsgruppe Schierling (Gründungsjahr 1987 )


Vorsitzende:

Martina Kümpfbeck

Am Bahndamm 28

84069 Schierling

09451/1290

E-Mail: schierling@bund-naturschutz.de

 


Aktivitäten der Ortsgruppe

  • Maßnahmen zum Artenschutz, z. B. Wiesenbrüterprojekt
  • Pflege und Betreuung von ca. 17 ha eigenen Flächen
  • Stellungnahmen zu Bauvorhaben der Gemeinde
  • Filmabende
  • Führungen (Laberau) - jährlich
  • Vorträge
  • Radtouren/Exkursionen
  • Biberwandertag mit den 4. Klassen
  • Teilnahme an Demos
  • Bastelaktionen
  • Wärmebildkamera im Einsatz
  • Austausch/Zusammenarbeit mit anderen Interessengruppen

 

 

Vorstandswahlen bei der Ortsgruppe des Bund Naturschutz

 

Schierling. Bei der Mitgliederversammlung des Bund Naturschutz in der vergangenen Woche wurde der Vorstand in weiten Teilen in seinen Ämtern bestätigt. Neu im Amt ist Susanne Liebig  als Schriftführerin. Sie übernimmt das Amt von Rudi Eisenhut, der nicht mehr kandidierte. Neben einem Rückblick gab es außerdem einen Kassenbericht und eine Zusammenfassung der Ereignisse rund um das Projekt "Brachvogel".

 

Nach der Begrüßung der Mitglieder zeigte Vorsitzende Martina Kümpfbeck eine Präsentation von Aktivitäten der letzten fünf Jahre. Neben diversen Radtouren, Exkursionen, Vorträgen und Filmabenden wurden auch jährlich Führungen durch die Laberau durchgeführt. Die Umweltbildung ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit, so die Vorsitzende. Auch auf viele Aktionen mit Kindern kann die OG zurückblicken, wie z. B. den Wandertag mit den 4. Klassen und die Bastelnachmittage zusammen mit dem Familienstützpunkt. Der zweite wesentlicheAufgabenschwerpunkt des BN liegt im Artenschutz. Hier werden auf den eigenen Flächen,wie z. B. dem Rinnengraben, die meisten ehrenamtlichen Arbeitsstunden geleistet,so Martina Kümpfbeck.

Die Kassenverantwortliche, Regine Grillitsch, gab einen Überblick über die Entwicklung des Kassenstandes in den Jahren 2012 bis 2017. Trotz der Finanzierung eines Flächenankaufs in der Oberen Au halten sich insgesamt Ausgaben und Einnahmen die Waage.

Bei der anschließendenVorstandswahl  unter Leitung des Kreisvorsitzenden Raimund Schoberer wurden Martina Kümpfbeck als 1. Vorsitzende, Dr. Johann Straßer als 2. Vorsitzender, Regine Grillitsch als Kassierin, sowie Robert Hierlmeier und  Dr. Andreas Straßer als Beisitzer einstimmig wiedergewählt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Susanne Liebig, die künftig das Amt der Schriftführerin übernimmt. Raimund Schoberer dankte den Vorstandsmitgliedern für die Bereitschaft die Ämter zu übernehmen. Mit lobenden Worten würdigte er das Engagement der Ortsgruppe.

Stellvertretende Bürgermeisterin Maria Feigl überbrachte die Anerkennung der Gemeinde für den langjährigen leidenschaftlichen Einsatz des Bund Naturschutz für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes in Schierling. Sie betonte, dass dieses ehrenamtliche Engagement Ausdruck einer funktionierenden Bürgergesellschaft ist.

Schließlich berichtete Robert Hierlmeier über das aktuelle Brachvogelschutzprojekt der Ortsgruppe.Der Bund Naturschutz in Schierling engagiert sich seit vielen Jahren um den Erhalt und den Schutz der Unteren Au und der dort lebenden Wiesenbrüter. So besitzt der BN gegenwärtig etwa  15 ha Biotopflächen in der unteren Au. Charaktervogel der Schierlinger Auen ist der Brachvogel. Er steht stellvertretend für die wiesenbrütenden Vogelarten. In den wenigen Gebieten in denen der Brachvogel in Bayern noch vorkommt, gehen die Bestände zumeist weiter zurück. Eine der Ursachenliegt im mangelnden Bruterfolg. Daher begann die Ortsgruppe vor drei Jahren die Situation näher zu untersuchen, um herauszufinden wie es hier in der Schierlinger Au um den Bruterfolg der Brachvögel bestellt ist. In vielen ehrenamtlichen Stunden wurde die Zahl der Brutpaare ermittelt und versucht, den Fortpflanzungserfolg herauszufinden. Dabei zeigte sich, dass gegenüber früheren Kartierungen erfreulicherweise bislang kein Rückgang der Brutpaare festzustellen ist. Allerdings konnte in zwei aufeinanderfolgenden Jahren keinerlei Erfolg bei der Jungenaufzucht festgestellt werden. Das Überleben der Brachvögel scheint also mittelfristig fraglich. Angeregt von erfolgreichen Schutzprojekten in der Regentalau und an der Donau bei Wörth hat sich daher die Ortsgruppe Schierling in diesem Jahr entschlossen, einen Wiesenbereich von ca. 6 ha mit einem Elektrozaun zu schützen, um eine ungestörte Brut und Jungenaufzucht zu ermöglichen. Unterstützt wurde das Unterfangen von der Regierung der Oberpfalz, die den Elektrozaun zur Verfügung stellte, sowie von Landwirten, die das Einzäunen ihrer Wiesen erlaubten und ihre Bewirtschaftung anpassten. Für die aktiven Naturschützer vor Ort bedeutete dies einen enormen Kraftakt, musste dochnicht nur der Zaun aufgebaut werden, sondern auch täglich die Stromversorgung kontrolliert werden sowie das Brachvogelverhalten beobachtet und dokumentiert werden. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. In dem umzäunten Bereich brütete ein Brachvogelpaar und zog seine Jungen auf.

Die Verantwortlichen der Ortgruppe sind sich mit dem Kreisvorsitzenden Raimund Schoberer einig, dass der Schutz der Laberaue bei Schierling mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt weiterhin ein Schwerpunkt des lokalen Engagements des Bund Naturschutz bleibt. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, sollen auch weitere Flächen zum Ausbau des Biotopverbunds in der Laberaue angekauft werden. Um Flächenankäufe finanzieren zu können ist der Bund Naturschutz auf Spenden angewiesen. Wer die Arbeit des Bund Naturschutz vor Ort unterstützten will, kann sich unter der Telefonnummer 0941-23090 im Büro der Kreisgruppe melden.

Die OG freut sich weiterhin über Spenden und Unterstützung aus der Schierlinger Bevölkerung und wird regelmäßig über Veranstaltungen und Aktionen berichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung über 25 Jahre OG Schierling

Das Schöne und Typische erhalten
VON PETRA TEUFL, MZ
JUBILÄUM: Die Ortsgruppe Schierling des Bund Naturschutz ist seit 25 Jahren aktiv. Von Landschaftsschutz bis Umweltbildung reichen die Aktivitäten.

Die Mittelbayerische berichtete.

Die Vorsitzende der Ortsgruppe Schierling, Martina Kümpfbeck, steht neben dem Schild des Bund Naturschutz auf der Moorwiese.               Foto: Teufl