Zur Startseite

BN-Notizen - Bio-Einkaufsführer

Energie & Klima

Ortsgruppen

  • Übersicht
  • Bernhardswald
  • Hemau
  • Nittendorf
  • Pettendorf
  • Home  › 
  • Aktuelles

Aufruf zur Mahnwache: "40 Jahre Tschernobyl – 40 Jahre Wackersdorf" am 24.4.26 um 15:30 Uhr

Der BUND Naturschutz Kreisgruppe Regensburg lädt am 24.04.2026 um 15:30 Uhr zum Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg zusammen mit dem Bündnis für Atomausstieg (BüfA) und Greenpeace zu einer Mahnwache ein. Sie soll an das schreckliche Ereignis von vor 40 Jahren erinnern.

16.04.2026

Als in der Nacht vom 26. April 1986 im Atomkraftwerk bei Tschernobyl in der heutigen Ukraine (damals UDSSR) der „Größte anzunehmende Unfall (GAU)“ passierte, konnte sich niemand nur in Ansätzen das Ausmaß vorstellen. Schnell war vom einem „SuperGAU“ die Rede.  Selbst das genügte nicht um der Beschreibung des Ausmaßes der Reaktorkatastrophe gerecht zu werden. Die radioaktive Wolke macht selbst vor dem damaligen Eisernen Vorhang zwischen Ost und West nicht Halt. Bis heute sind Gebiete in ganz Europa und auch in Bayern mit Radionukliden aus dem Fallout belastet.

Es klingt wie Hohn, dass nun nach dem erfolgreichen deutschen Ausstieg aus der Atomenergie im April 2023 Stimmen von Regierenden laut werden, wieder in diese Hochrisikotechnologie einzusteigen. 

Vor dem Hintergrund des SuperGAUs spitzten sich ab Ostern 1986 die Auseinandersetzungen um den Bau der WAA in Wackersdorf zu. Die Menschen in der Oberpfalz bekamen nun eine Vorstellung davon, was es heißt, wenn durch einen Unfall die eigene Heimat nicht mehr bewohnbar sein wird. Mit unangemessen harten Polizeieinsätzen am Bauzaun der WAA begleitet von der Uneinsichtigkeit vieler Politiker wurden die Sorgen und Ängste der Bevölkerung noch verstärkt. 

Der Baustopp der WAA Ende Mai 1989 besiegelte das Ende des Baus neuer Atomkraftwerke in Deutschland. Es benötigte leider noch eine weitere Katastrophe in Japan im Jahre 2011, um endgültig aus dieser Hochrisikotechnologie auszusteigen. 

Diese Mahnwache soll zum einen an die Ereignisse von vor 40 Jahren erinnern. Erinnert wird auch daran, dass Atomkraft gefährlich war, ist und immer bleiben wird. Nachfolgenden Generationen hinterlassen wir die über Jahrzehntausende strahlende Abfälle, obwohl sie nicht dafür verantwortlich sind und keine Vorteile von der Nutzung der Atomenergie haben. Die Sonne liefert seit Milliarden Jahren zuverlässig Energie, welche wir ohne Gefahr in Strom umwandeln können; dank technologischem Fortschritt. 

Die Anti-Atom-Bewegung bildet mit den wichtigsten gesellschaftlichen Pfeiler in der Entwicklung der Erneuerbaren Energien. Wenn nun versucht wird, den Erneuerbaren die Handschellen anzulegen, so wird dies der Siegeszug dieser Stromerzeugung nur verzögern, aber nicht aufhalten.

Nun gilt es umso mehr, den Ausbau von Solar- und Windenergie zu verteidigen. Dies sind wir unseren nachfolgenden Generationen schuldig: Für eine lebenswerte Zukunft ohne Zerstörung des Klimas sowie ohne Vergiftung und Verseuchung unserer Lebensgrundlagen.