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Energie & Klima

Regelmäßiger Stammtisch der Ortsgruppe

 

Die Ortsgruppe trifft sich jeden 2. Mittwoch im Monat zum Stammtisch im Bräustüberl!

Wir möchten euch deshalb herzlich einladen zum nächsten Stammtisch am 13.03. 2024, um 19.30 Uhr im Bräustüberl Schierling.

Alle Interssierten sind herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Die Vorstandschaft

 

 

BN Ortsgruppe Schierling informiert sich übers öffentliche Trinkwasser

 

Besuch beim Wasserwerk der Viehhausen-Bergmattinger-Gruppe

 

Der Besuch war im Jahresplan des BN fest eingeplant, nun war es so weit. Selbstverständlich radelten die meisten Teilnehmer der Informationsfahrt die 35 km nach Alling in der Gemeinde Sinzing und zurück. Der Wert des Trinkwassers, als wichtigstes Lebensmittel, wird nicht hoch genug eingeschätzt. Doch das, was jeden Tag, Jahr für Jahr, aus unseren Wasserhähnen kommt, wird als selbstverständlich hingenommen. Aber wie kommt es eigentlich, dass wir Trinkwasser bester Qualität, jeden Tag in ausreichender Menge nutzen können? 2,1 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem und jederzeit verfügbarem Trinkwasser. Bei uns in Europa wird dieser Luxus kaum wahrgenommen.

Rudi Eisenhut, der Geschäftsführer beim Zweckverband und auch zweiter Vorstand beim BN ist, hatte die Radtour angeboten, da er sie oft als wunderschönen Weg zur Arbeit selbst fährt. Zudem führte er die Besucher durch das Wasserwerk Sinzing, bevor es auf dem Schwarze-Laber-Radweg nach Alling in den Sitzungssaal des Wasserwerks ging.

Im Wasserwerk in Sinzing und zeigte er der Besuchergruppe den beeindruckenden technischen Aufwand, der nötig ist 4 Gemeinden in zwei Regierungsbezirken zu versorgen. Von dem 70 Meter tiefen Brunnen aus dem Wasserschutzgebiet in Minoritenhof wird das Wasser kilometerweise ins 100 Meter höhere Werk gepumpt. Von dort in die acht Hochbehälter verteilt, bis es dann bei den Bürgern in guter Qualität und vor allem bezahlbar aus dem Wasserhahn kommt. Ein Wasserwerk sei ein energieintensives Unternehmen und deshalb sei die Preisexplosion bei Strom sehr schmerzhaft. Jedoch habe der Verband in den letzten Jahren PV-Anlage mit 170 kWp installiert, die bei richtiger Nutzung am Tage sehr viel selbst nutzt. Zudem wurden hocheffizient Pumpen eingebaut, um den Stromverbraucht zu drosseln.

Verbandsvorsitzender Andreas Röhrl, selbst ein begeisterter Landwirt, erklärte den Gästen in seinem Vortrag über die landwirtschaftliche Bewirtschaftung im Schutzgebiet, wie mit hochmodernen Methoden und viel technischem Einsatz der Verband zusammen mit den Landwirten das Grundwasser schützen will. Die Bauern bekommen vom Wasserwerk über eine Fachfirma Satelliten- und Mähdrescherdaten, die ihnen sagen, wo und wieviel oder besser wie wenig Dünger sie zur Bewirtschaftung brauchen. Spezielle Maschinen, die punktgenau diese Nährstoffe ausbringen, übernehmen für sie diese Arbeit. Dies spart erheblich an Dünger und auch Kosten ein. Unterstützt wird das Projekt durch das Büro Dr. Eiblmeier mit fachlicher Beratung. Man erhoffe sich aus dieser Kooperation mit den Bauern eine stetige Verbesserung der Felder und des Grundwassers. Bisher machen alle Landwirte mit.

Die Rückfahrt nutzte die Ortsgruppe des BN zum Mittagessen im ältesten Wirtshaus der Welt in Eilsbrunn und zur Kaffeepause im Campingplatz eines Biobauern in Poikam. Nach geradelten 75 km zurück in Schierling konnten alle auf ihre Leistung stolz sein.

 

Balkonkraftwerke für alle

 

 

Infoveranstaltung des Bund Naturschutz und der Bürgerliste fand großes Interesse

Schierling. Der gemeinsame Infoabend des Bund Naturschutz und der Bürgerliste über Balkonkraftwerke fand ein überraschend großes Interesse. Der Napoleon Saal im Bräustüberl wurde für den Besucherantrag zu eng; viele mussten leider wieder gehen oder standen draußen vor den großen Fenstern und verfolgten die Präsentation von Alexander Meisinger von der OHT Regensburg.

Die Möglichkeit Photovoltaikanlagen auf Balkonen oder Nebengebäuden aufzustellen, richtet sich eigentlich an Personen, die kein eigenes Haus haben und deshalb auf kleinere Flächen, wie dem Balkon ausweichen müssen. Allerdings waren die überwiegend älteren Besucher mehrheitlich Hausbesitzer, die sich für eine kleinere Version einer PV-Anlage oder als zusätzliche Anlage zur Bestehenden interessierten.

Alex Meisinger zeigte in seiner Präsentation deshalb gleich anfangs, die extreme Nachfrage nach diesen kleinen Anlagen. Zurzeit würden etwa 190.000 dieser Geräte bereits Energie einspeisen und damit aktiv zur Energiewende beitragen. Bevor man sich jedoch für diese Anlagen entscheidet, seien wichtige Voraussetzungen zu klären. Nicht jeder Aufstellungsort sei geeignet, die Erlaubnis des Vermieters sei ebenso erforderlich wie sich vorher über die Anforderungen des Netzbetreibers zu informieren. Einige Kommunen, Städte und Landkreise stellen zudem Fördergelder für diese Anlage zur Verfügung. Regensburg steuert 150 € bei. Wenn die Hausinstallation passt, sei das Aufstellen der Anlage auch für Laien kein Problem. Nachdem man die Anlage ordentlich befestigt hat, braucht man den Stecker einfach nur in die Steckdose zu stecken und der Strom läuft. Momentan können in Deutschland bis zu 600 Watt eingespeist werden, in Österreich seien es bereits 800 Watt. Die Bundesregierung will aber die rechtlichen Voraussetzungen erleichtern und eventuell mehr Leistung zulassen und das Verfahren erleichtern.

Den Strom sollte hauptsächlich selbst verbraucht werden, für die Waschmaschine, Wasserkocher oder Kaffeeautomat. Der nicht selbst gebrauchte Strom verschwindet kostenlos im Stromnetz des Betreibers, der den Strom jedoch dem nächsten Nutzer verkauft. Damit die älteren Stromzähler nicht rückwärtslaufen, muss ein neuer Zähler eingebaut werden. Die Anlagen kosten je nach Qualität und Ausführung bis zu 800 €, bei Onlinehändlern und Discounter sind sie schon mal billiger. Auf der Seite www.pvplug.de der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie kann sich jeder über die geeigneten Anlagen informieren. Trotz des relativ hohen Preises rentieren sie sich. Nach 15 Jahren sollte sich eine Ersparnis von ca. 1.200 € einstellen. Gleichzeitig hat man in dieser Zeit eine CO²-Einsparung von etwa 1.555 kg, das entspricht einer Autofahrt von 7.500 km. Am Ende muss noch die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister erfolgen.

Die anschließende Diskussion und die Nachfragen zeigte, dass unter den Besuchern Sparfüchse waren. Diese gaben gerne ihre Erfahrungen aus der Praxis weiter. So haben sie ihren Stromverbrauch der Sonne angepasst und betreiben ihre Geräte überwiegend nur wenn Solarstrom vorhanden ist. Bei den momentanen Strompreisen eine sehr sinnvolle Praxis. Bedenken wegen der Sicherheit der Anlagen, konnte Florian Paulik, der Elektromeister ist, zerstreuen. Alle Anlagen sollten den DIN und VDE-Vorschriften entsprechen.  Claudia Pedolzky für die Bürgerliste und Dr. Hans Straßer für den Bund Naturschutz bedankten sich beim Referenten und bei den Zuhörer für das große Interesse.

 

 

 

BN Schierling greift das Thema Radfahren auf

 

Schierling soll fahrradfreundlicher werden

Aufeiner Rundfahrt mit dem ADFC wurden folgende Anregungen gesammelt:

 

      1.     Konzept im Ort mit kreuzungsarmen Routen

2.     Bau von asphaltierten Fahrradwegen zu den Gewerbegebieten (mit Winterräumdienst)

3.     Erreichbarkeit der „Esper Au“ ist zwingend erforderlich:

Neuer Radweg entlang des Paringer Grabens und ein Radweg vom Kreisverkehr bis     Araltankstelle entlang dem Astaller-Firmengelände

4.     Anbindung der bestehenden Fahrradwege ans Straßennetz (evtl. Querungshilfe in der Jakob-Brand-Straße), z. B. durch Mittelinseln

5.     Umfahrungen der Hauptstraße ausschildern (auch für nicht Ortskundige), z. B. über den Sportplatz

6.     Asphaltierte Fahrradwege zu den Ortsteilen

7.     Labertal Radweg entlang der Bachstraße ins Zentrum führen

8.     Bessere Beschilderung und Befestigung des Labertal-Radwegs

9.     Instandsetzung der Feldwege rund um Schierling (nicht mit großkörnigem Schotter!)

10.E-Bike-Ladestation am Rathaus

11.Die Gastrononie sollte auf Radfahrer eingestellt sein (E-Bike-Lademöglichkeit)

12.Randsteine absenken, z. B. am Friedhof aus Richtung Bergstr.

13.Gemeinde sollte Aktion fördern „Mit dem Rad zur Arbeit“, Gemeindemitarbeiter mit gutem Beispiel „voranradeln“.

14.Autofreier Sonntag mit Aktionen zum Thema Rad

15.Gemeinde beschafft 2 Lastenfahrräder zum Verleihen