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Ein langer Einsatz zum Schutz von Kröten und Molchen

Jedes Jahr, Mitte bis Ende Februar, wenn die Nachttemperaturen milder werden, erwachen Erdkröten, Frösche und Molche aus ihrem Winterschlaf und begeben sich in Scharen auf die Wanderung zu dem Gewässer, in dem sie selbst geboren wurden. Dieser Weg ist mit vielen Gefahren verbunden. Heutzutage werden sie nicht nur von ihren Fressfeinden bedroht, sondern fallen zu vielen Tausenden dem Straßenverkehr zum Opfer.

Seit Jahrzehnten betreuen deshalb auch in der Marktgemeinde Regenstauf Mitglieder und freiwillige Helfer der Ortsgruppe des Bund Naturschutz Krötenzäune, die an besonders gefährdeten Straßenabschnitten errichtet wurden. Nachdem der Bauhof der Gemeinde, des Landkreises und das Straßenbauamt die Zäune aufgestellt haben, werden diese täglich kontrolliert und Amphibien, die sich in den Eimern der Zäune gesammelt haben, über die Straßen zu ihren Laichplätzen getragen. Die fünf Krötenzäune im Bereich der Marktgemeine befinden sich am Valentinsbad, unterhalb von Kirchberg, am Ortseingang von Karlstein, an der Leonberger Straße bei Ramspau und zwischen Ramspau und Hirschling am Weiher am Saustein, nördlich des Hauses der Jugendwohngruppe der Dechant-Wiser-Stiftung.

Die Krötensaison 2022 ist im April nach mehreren Wochen zu Ende gegangen. Ein Dankeschön an die zahlreihen Helfer und die Jugendwohngruppe des Hauses am Regenbogen.

Da die Zahl der gefundenen Amphibien täglich erfasst wurde, lässt sich ein gutes Bild der Population in diesen Bereichen gewinnen. Insgesamt wurden im Bereich der Gemeinde ca. 2.500 Kröten, Frösche und Molche geborgen. 

Derzeit befinden sich die Amphibien in den Laichgewässern. Es ist zu hoffen, dass sie nach Beendigung ihres Laichgeschäfts wieder unbeschadet über die Straßen zu ihren Revieren zurückfinden. Beim Rückmarsch, der sich über eine lange Zeit hinzieht, helfen ihnen keine Krötenzäune.

Wegen des hohen Aufkommens hatte die Ortsgruppe bereits im Jahr 2003 einen Antrag bei der Marktgemeinde gestellt, die Ortsverbindungsstraße beim Weiher am Saustein  mit Krötentunnels und Barrieren an beiden Seiten zu versehen. Die Gelegenheit war günstig, da die Straße an dieser Stelle wegen des Hochwasserschutzes erhöht werden musste. Der Marktgemeinderat hat dies damals leider abgelehnt.

Aus Sicht des Bund Naturschutz besteht weiterhin die Notwendigkeit eine dauerhafte Lösung zu finden, die dieser enorm großen Anzahl von Amphibien auch einen gefahrlosen Rückweg bietet. Sie leben nicht nur bis zur nächsten Eiablage, sondern können 15 Jahre alt werden.

Diese geschützten Tiere sind ein zwar unscheinbarer, aber wichtiger Teil unseres Ökosystems und nicht zuletzt ein Nahrungsbestandteil unserer heimischen Störche.

Die Gemeinde Regenstauf und das Landratsamt sollten einen Weg finden diese Maßnahme zu finanzieren und umzusetzen.


Bund Naturschutz
Ortsgruppe Regenstauf


Fotowettbewerb 2020

Thema "Regenstaufs Natur"

Umwelt- und Artenschutz sind in aller Munde. Immer mehr Menschen besinnen sich wieder auf die Schönheit der Natur und die Notwendigkeit, sie zu erhalten und zu bewahren. Auch unsere Marktgemeinde hat viel zu bieten – Wälder, Wiesen, Fluss- und Auenlandschaften bieten einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen ein Zuhause.

Die Bemühungen des Bund Naturschutz Regenstauf haben zwei Hauptziele: den Erhalt der Artenvielfalt (z.B. Betreuung von Krötenzäunen, Einwände bei unnötiger Flächenversiegelung oder Abholzung) und den Menschen einen Zugang zum Thema Umwelt- und Naturschutz bieten (z.B. durch den Kunst-Natur-Garten, durch die Organisation von Vorträgen und Exkursionen).

Ganz in diesem Sinne haben wir uns entschlossen, im Jahr 2020 einen Fotowettbewerb auszurufen.

Thema des Wettbewerbes:

Die Bilder zeigen Natur und Umwelt in Regenstauf. Sie stellen auf klassische oder experimentelle Art dar, was der Fotograf als besonders schützenswert ansieht. Sie können ebenso eine Dokumentation von Bemühungen um den Umwelt- und Artenschutz sein wie auch als kreativer Zugang zum Thema Naturschutz aufgefasst werden. Landschaften, Pflanzen und Tiere sollten dabei als Hauptmotiv dienen.

Die Ortsgruppe bedankt sich für die zahlreichen und wunderbaren Einsendungen. Gerne hätten wir die Gewinner in einem angemessenen Rahmen geehrt, corona-bedingt muss die Gewinnerbekanntgabe aber leider digital und online erfolgen. Dennoch sind wir stolz, hier folgende Gewinner bekanntgeben zu können:

Die ersten 10 Plätze:


Neues vom Kunst-Natur-Garten

Alte Schuhe, welche bereits abgetragen sind, jedoch noch lange nicht ausgedient haben. Zu sehen sind sie im Kunst-Natur-Garten als kunstvoll gestaltete Installationen und bepflanzt mit heimischen Gewächsen.

Bei der Umsetzung, welche wir unter Anleitung von Peter Hundshammer durchführten, gab es wieder fleißige Helfer und Unterstützer. So bedanken wir uns vor allem beim Regenstaufer Geschäft Der Blumenladen sowie bei Familie Schäffer für die großzügigen Spenden von Blumen bzw. getragenen Schuhen!

Der Kunst-Natur-Garten entstand im Jahr 2017 auf gemeindeeigenem Grund in der Pestalozzistraße in Regenstauf.

In Nähe der Eckertschulen und der neu gebauten Turnhalle entwickelt sich seither ein Kleinod aus der Streuobstwiese, das zum Verweilen, zum Erspüren der Natur und ihrer Schönheit, aber auch zum Nachdenken einlädt. Der Regenstaufer Künstler und Kunsterzieher Peter Hundshammer gestaltete federführend zusammen mit Aktiven unserer Ortsgruppe unter Mithilfe des Marktes Regenstauf und des Bauhofs das Projekt Kunst-Natur-Garten.

Es bietet Kunstwerke wie z.B. ein naturnahes Bodenmosaik aus heimischem Kalkstein, das schützenswerte Tiere in Form des BN-Logos zeigt. Der Bildhauer Peter Hundshammer gestaltete 8 Steinreliefs mit folgenden Motiven: Weißstorch, Fledermaus, Schwalbenschwanz, Luchs, Erdkröte, Salamander, Schleiereule und einen BN-Stein, der bepflanzt wird. Als weitere Steine finden recycelte heimische Granite Verwendung.

Schauen Sie doch mal vorbei und genießen Sie die Atmosphäre!

 

 

 

Außerdem können Sie in unserer Bildergalerie den Fortschritt mit verfolgen.


Regenstauf gibt der Artenvielfalt 2052 Stimmen

Das Volksbegehren für Artenvielfalt fand gleich am ersten Eintragungstag regen Zuspruch in der Bevölkerung. Bis 17:30 hatten sich 315 Regenstaufer Bürgerinnen und Bürger im Rathaus eingefunden, um sich für die Umwelt einzusetzen.

Unterstützt wurde das Volksbegehren durch Vertreter*Innen der ÖDP, von Bündnis 90/ Die Grünen, des BN, des LBV, des SPD Ortsvereins Diesenbach, Bürgermeister Böhringer, Vertreter der Kirche, des Biotreffs, des Fotoclubs und vielen mehr.

Ein derartiges überparteiliches Bündnis gab es schon lange nicht mehr in Regenstauf. Doch hier sind sich alle einig: es muss etwas geschehen, damit wir die Insekten und letztlich auch uns Menschen retten. Wer sonst sollte unsere Obstbäume und Äcker bestäuben, wenn nicht die heimischen Bienen und Insekten? Undenkbar, dass sich die hiesige Bevölkerung wie in China per Hand ans Bestäuben macht! Unvorstellbar, dass alleine in den vergangenen 30 Jahren 75% der Insekten ausgestorben sind.

Um diesen Trend zu stoppen, versammelte sich am 31.Januar eine große Gruppe Menschen aller Altersgruppen vor dem Regenstaufer Rathaus, um gut gelaunt und teilweise verkleidet als Bienen und Marienkäfer ein Zeichen zu setzen. Nicht gegen etwas, sondern für etwas: für unsere Natur, für unsere Bauern, die durch die Politik der letzten Jahrzehnte zumeist in die Massenproduktion gezwungen wurden, für uns und unsere Kinder.

Gemeinsam wollten die Regenstaufer etwas bewirken und dank des großen Zuspruchs aus der Bevölkerung zählte man am Ende 2052 Unterschriften für das Volksbegehren. Dies entspricht 16,34 % der wahlberechtigten Einwohner der Marktgemeinde.
 

 


Rückblick 2022

Mit Fackeln in den Sonnenuntergang

30 Nachtwanderer kamen zum BN-Neujahrsspaziergang rund um die neue Streuobstwiese.

Rot-golden leuchtete das Spätnachmittagslicht durch die alten Baumstämme des Naturlehrpfad Karlstein, als die Naturinteressierten Familien und Streuobst-Fans Richtung Drackenstein zogen.

Der BN-Ortsgruppe Regenstauf hatte am 7. Januar um 16 Uhr zum Fackel- und Laternenspaziergang eingeladen. Sie bewunderten die deutlich sichtbaren Schwarz- und Buntspechthöhlen im alten Baumbestand – und lauschten aufmerksam den Infos dazu. Neugierig kamen oben, am Wendepunkt Drackenstein, die Ziegen ans Gatter gelaufen und schäkerten mit den vielen Kindern.

Und dann senkte sich ein traumhaft schönes lila Abendrot übers Land. Die Fackeln und Laternen wurden angezündet und es ging mit baumelnden Lichtern wieder bergab. In der Ferne entdeckten die Kinder ein Leuchten, auf das sie zustapften: Am Felshaufen der neu angelegten BN-Streuobstwiese bei Karlstein kündeten Laternen vom Ziel der kleinen Wanderung an.

Bei Thermoskannen-Tee und letzten Weihnachtsplätzchen erzählte die fünfjährige Lena „Ich war noch nie bei Dunkelheit so weit draußen – das ist aufregend und so schön!“

Rückblick auf 2019

Der BN blickt zurück auf 33 Jahre und schmiedet neue Pläne für die Zukunft

Die Februarsitzung nutzte der BN, um etliche Erfolge der vergangenen Jahre zu würdigen. Unter der professionellen Leitung und Moderation von BN-Mitglied Ursula Wendeberg nahmen sich die aktiven Mitglieder einmal die Zeit, um zu sehen, was sie alles in den letzten Jahrzehnten erreicht haben. Anwesend waren beispielsweise die ehemaligen ersten Vorsitzenden und Gründungsmitglieder Siegfried Wilberg (77) und Hugbert Ley (82) sowie der jetzige erste Vorsitzende Tom Kapfhammer (38). Auch ehemalige und aktuelle stellvertretende Vorsitzende, Kassiere, Schriftführer und Beisitzer beteiligten sich gerne beim Rückblick. Mit Staunen stellte man fest, dass – wenn man die aktiven Mitgliedsjahre der Anwesenden zusammenrechnete – man auf über 300 Jahre Erfahrung und ehrenamtliche Tätigkeit zurückblicken konnte.

Angefangen hatte alles mit dem Widerstand gegen die WAA in Wackersdorf in den 80er Jahren. Damals wurde den Regenstaufern bewusst, wie wichtig ihnen ihr schönes Regental ist und dass es lohnt, sich für den Erhalt unserer Umwelt einzusetzen. Nachdem die WAA erfolgreich verhindert wurde, machten sich die Mitglieder klar, warum sie dem BN beitraten: viele wollten Tiere und Pflanzen aktiv schützen, zum Beispiel bei Krötensammlungen. Es entstand die Zusammenarbeit mit dem Bauhof, der seitdem vielerorts die Krötenzäune aufbaut, die dann vom BN betreut werden.

Für die Vögel bauen wir seit vielen Jahren in unserer Werkstatt Nistmöglichkeiten und Futterstationen, die Insekten bekommen kreative „Hotels“. Aber auch Igelhäuschen und Eichhörnchenkästen werden in liebevoller Handarbeit fachmännisch aus Naturmaterialien gefertigt. Diese stehen regelmäßig bei Weihnachtsmärkten oder beim Regenstaufer Bürgerfest zum Verkauf, können aber jederzeit auf Anfrage beim BN erworben werden.

Bemerkenswerte Ausflugsfahrten und Wanderungen, auch gemeinsam mit dem OGV, den Natur- und Wanderfreunden, blieben vielen in guter Erinnerung. Ziele waren schützenswerte Naturschönheiten oder Positivbeispiele in Sachen Umweltschutz. Stets fand man Anregungen, was man noch tun kann, um die Umwelt zu schonen oder nachhaltig zu leben.

Große Erfolge in der jüngeren Geschichte waren unter anderem die Gestaltung des Kunst-Natur-Gartens in Regenstauf, der vor allem im Sommer für kulturelle Aktionen genutzt wird, auch im Rahmen des Kinderferienprogramms der Gemeinde. Für die Jüngeren und Jung-Gebliebenen werden demnächst QR-Codes am Kunst-Natur-Garten angebracht, die etliche Informationen zum Thema Umweltschutz und BN Regenstauf bieten werden. So können mit der Fotofunktion des Handys verschiedene Artikel, Filme und Informationen aufgerufen werden, z.B. der Film „Regenstaufer Naturaufnahmen“ des stellvertretenden Vorsitzenden Peter Hundshammer.

Alle Ehrenamtlichen des Bund Naturschutz machen es sich zur Aufgabe, beständig für die Natur einzutreten und sie zu erhalten. Jeder kann einen Beitrag leisten, sei er auch scheinbar noch so klein.

Für die Zukunft hatten die Aktiven zahlreiche Ideen und Pläne: neben Ausflügen, Wanderungen, Vorträgen und kulturellen Veranstaltungen sind in diesem Jahr zwei größere Projekte von Bedeutung: die Gestaltung eines BN-Grundstückes bei Karlstein und das ökologische Wohnprojekt. Wichtig war allen Anwesenden vor allem, dass noch mehr Regenstaufer sich für ökologische Belange interessieren und auch aktiv einsetzen. Mit unseren Experten der Kreisgruppe und unseren Dachorganisationen BN Bayern und BUND Deutschland sind wir bestens vernetzt und können so ein kompetenter Ansprechpartner für die Bürger und die Politiker der Gemeinde in Sachen Umwelt sein.

Es reicht aber nicht, wenn jeder für sich alleine beschließt, sich möglichst klimaneutral zu verhalten, mindestens ebenso wichtig ist es auch, sich in einem Verein zusammenzuschließen nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark“. Nur wenn möglichst viele Leute aktiv an einem Strang ziehen, kann man Großes bewirken und wird auch von den politischen Entscheidungsträgern ernst genommen. Der BN bietet hierfür eine sehr gute Möglichkeit und hat in der Vergangenheit bewiesen, was alles möglich ist.

Jahresrückblick auf 2017

Neben unseren monatlichen Versammlungen, in welchen wir aktuelle Themen besprachen und die anstehenden Aktionen planten, war die OG Regenstauf auch fleißig mit der Umsetzung dieser Aktionen beschäftigt.

Wir starteten das Jahr mit unserem „Radlbasar“ im März. Am 23. April nahmen wir eine wunderschöne Frühjahrswanderung in Kallmünz vor. Der von Hugbert Ley geplante „Tagesausflug ins Romantische Franken“ war ein großer Erfolg und kam bei allen Teilnehmern gut an.

Am 23. Juni feierten wir die Eröffnung unseres „Kunst-Natur-Gartens“, in dessen Planung und Realisierung Peter Hundshammer und viele fleißige Helfer viel Arbeit und Energie gesteckt hatten. 

Am ersten Juli-Wochenende waren wir auf dem Regenstaufer Bürgerfest vertreten und boten neben Kaffee und Kuchen in unserem „BN-Café“ auch Bastelaktionen für Kinder an, was sehr gut angenommen wurde.

Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählten wir auch beim „Kinderferienprogramm“ des Marktes Regenstauf, welches wir mit einer Geo-Caching-Aktion unterstützten. Die Kinder kamen in der freien Natur und beim abschließenden Gespräch im Kunst-Natur-Garten gänzlich auf ihre Kosten.

Im November standen dann schon die Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt an. Die OG lud ein zum gemeinsamen Basteln von Insektenhotels, Futterspendern, Nistkästen, weihnachtlichen Teelichtgläsern und Fensterbildern, welche wir dann vom 08. bis 10. Dezember auf dem Regenstaufer Weihnachtsmarkt anboten. 

Besonders erwähnen möchten wir auch die Auszeichnung Hugbert Leys mit dem „Grünen Engel“ für seinen Einsatz für die Natur. Die Auszeichnung wurde ihm von Umweltministerin Ulrike Scharf verliehen.

Wir freuen uns auf ein arbeits- und erfolgreiches Jahr 2018, in welchem wir wieder viele interessante Projekte und Aktionen geplant haben.

Krötenzäune 2017

Auch dieses Jahr waren die Mitglieder der Ortsgruppe des Bund Naturschutz Regenstauf, unterstützt von freiwilligen Helfern, wieder bereit die fünf Krötenzäune im Bereich der Marktgemeinde zu betreuen.

Die Ortsgruppe bedankt sich beim Staatlichen Bauamt und dem Bauhof der Gemeinde für die Errichtung der Zäune sowie bei den jeweiligen Koordinatoren und ihren fleißigen Helfern.

Besonders hervor zu heben ist das Engagement der Jugendlichen und ihrer Betreuer im Haus am Regenbogen der Dechant Wiser Stiftung. Diese kümmern sich seit etlichen Jahren um den langen Krötenzaun an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Ramspau und Hirschling.

Allein hier konnten im März und April dieses Jahres über 1.000 Kröten und Lurche über die Straße gebracht und so vor dem Verkehr geschützt werden.

Doch auch im Bereich des Valentinsbades war der Einsatz erfolgreich. Insgesamt wurden hier 178 Amphibien sicher zu ihren Laichplätzen transportiert, darunter hauptsächlich Kröten, aber auch Frösche und Molche.

Jahresrückblick auf 2016 und Vorschau auf 2017

2016 war für unsere Ortsgruppe kein Jahr wie jedes andere

Nur der Vollständigkeit halber sei eingangs erwähnt, dass wir unser geplantes Programm erfolgreich umsetzen und mit den Aktionen viele Leute erreichen konnten. Als Beispiele seien genannt der Film „Der Bauer und sein Prinz“, ein gut besuchter Radlbasar, ein voll besetzter Bus zur Biodiversitätsgemeinde Tännesberg, der aufschlussreiche Vortrag von Dr. Axel Pausch zum Thema Biodiversität und die Kinderaktionen Geocaching und Basteln für den Weihnachtsmarkt.

Überschattet wurde dieses Jahr durch den Tod von zwei aktiven Mitgliedern. Im April verstarb völlig unerwartet Richard Assmann mit nur 63 Jahren. Sein Ableben hat uns tief getroffen. Er war ein kluger und integrer Mitstreiter, der der Ortsgruppe mit seinen herausragenden naturschutzfachlichen Kenntnissen immer beratend zur Seite stand. Mit seinen zahlreichen schriftlichen Stellungnahmen gelang es ihm immer,  eine klare Position zu beziehen und gleichzeitig im Ton moderat zu bleiben.  Er fehlt uns sehr, weil wir mit ihm auch einen guten Freund und einen großartigen Menschen verloren haben.

Kurz vor Weihnachten mussten wir uns dann von unserem Ingolf Scriba verabschieden, der nach schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren starb. Vor allem sein Engagement in Bezug auf das komplexe Thema Trinkwasser, dem er sich über viele Jahre hinweg widmete, wird vielen in Erinnerung bleiben. Er war immer eine feste Größe in unserem Verein, trug lange Jahre Verantwortung in der Vorstandschaft und fand überall große Achtung. Man konnte sich auf ihn verlassen; Ingolf war einfach immer da, wenn es etwas zu tun gab. Wir werden ihn sehr vermissen.

Wir werden die Erinnerung an diese beiden feinen Menschen in unseren Herzen bewahren. Unser tiefes Mitgefühl gilt denen, die um sie trauern.

Und dennoch blicken wir mit Mut und Zuversicht nach vorne, denn es gab auch eine sehr erfreuliche Entwicklung zu vermelden. Im November haben Neuwahlen stattgefunden und die alte Vorstandschaft hat ihre Ämter zur Verfügung gestellt. Im Rahmen einer harmonischen Feier wurde im Beisein von Herrn 1. Bürgermeister Böhringer und des Vorsitzenden der BN-Kreisgruppe Herrn Raimund Schoberer allen voran Hugbert Ley verabschiedet, der das Profil der Ortsgruppe über Jahrzehnte geprägt hat wie kein Zweiter vor ihm, zuletzt als 1. Vorsitzender.  Seine Unerschrockenheit, seine Hartnäckigkeit bei stets gleichbleibender Freundlichkeit, sein Ideenreichtum, sein handwerkliches Geschick und sein Talent, Feste zu gestalten und tolle Reisen zu organisieren, sind legendär. Mit großem Dank verabschiedet wurden auch der Kassier Manfred Schade und die Schriftführerin Doris Kreuzer.

Gefunden wurde ein neues, junges und kompetentes Führungsteam: 1. Vorsitzender Thomas Kapfhammer, 2. Vorsitzender Peter Hundshammer, Schriftführerin Claudia Kolbeck, Kassier Johannes Zelzner. Sie sind bereits mit Schwung und Power und vielen guten Ideen gestartet und werden von den gewählten Beisitzern Hugbert Ley, Manfred Schade, Eberhard Schröder, Zita Rivolo, Karla Messaoudi, Steffi Kapfhammer und Doris gern unterstützt. Die Jahresthemen für 2017 in Stichpunkten: Radlbasar, Bürgerfest, Aktionen mit Kindern, Wanderungen, urban gardening, Weihnachtsmarkt, Tagesausflug nach Franken, Kunst-Natur-Projekt und vieles mehr.

Vor einigen Tagen wurde unser jüngstes Mitglied, der Sohn des 1. Vorsitzenden Thomas Kapfhammer geboren. Und so schließt sich ein Kreis. Es gibt keinen besseren Anlass und keine schönere Motivation, sich unermüdlich weiter für Natur und Umwelt einzusetzen, damit wir sie für die bewahren, die gerade erst ihr Dasein auf dieser Erde beginnen und für die, die nach uns noch kommen werden.

(Doris Kreuzer)

      Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen 2016

      Bericht über die Mitgliederversammlung des Bund Naturschutz am 09. November 2016

      mit Neuwahl des Ortsvorstandes

      Am Mittwoch, den 9.11.2016 lud der Ortsvorstand des Bund Naturschutz zu einer Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstandes in das Sport-Center Mielke ein.

       

      Der 1. Vorsitzende, Hugbert Ley, eröffnete den Abend mit der Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste. Im Anschluss wurde des heuer verstorbenen Mitglieds Richard Assmann gedacht. Hugbert Ley erinnerte an seinen jahrelangen und unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz. Er fuhr dann mit einer Rückschau auf die Aktivitäten der letzten Jahre des Bund Naturschutz in Regenstauf fort.

       

      In den vergangenen Jahren fanden etliche Aktionen statt, die von lokaler oder auch überregionaler Bedeutung waren. Der jährlich stattfindende Radlbasar etwa, bei dem man gebrauchte Fahrräder verkaufen oder kaufen kann. Oder der Stand auf dem Regenstaufer Weihnachtsbasar, zu welchem der Regenstaufer Bund Naturschutz alljährlich zu Kaffee und Kuchen und zum Kauf von ökologischen Produkten einlädt. Bei Kindern besonders großer Beliebtheit erfreuen sich das moderne Geocaching und auch der Bastelnachmittag, bei welchem Insektenhotels, Futterspender für Vögel oder Nistkästen unter fachlicher Anleitung gebaut werden.

       

      Wichtigstes Anliegen des BN ist der Erhalt und der Schutz der Natur, allen voran die Natur in unserer unmittelbaren Umgebung. Kritisch wird bei der Gemeinde nachgefragt, wenn Bäume gefällt, neue Straßen gebaut oder neue Baugebiete ausgewiesen werden. Im Frühjahr werden Krötenzäune aufgestellt und betreut, um diese heimische Tierart zu schützen. Oder man genießt die herrliche Landschaft bei einer gemeinsamen Wanderung.

       

      Überregional engagierte sich die Regenstaufer Ortsgruppe ebenso, beispielsweise durch die Teilnahme an einer Demonstration in Berlin gegen TTIP. Und auch Horst Seehofer machte bereits Bekanntschaft mit der Regenstaufer Ortsgruppe und diskutierte umweltpolitische Themen.

       

      Die Liste der in der Vergangenheit durchgeführten Aktionen ließe sich noch lange fortsetzen, denn die Mitglieder, die den Bund Naturschutz hier in Regenstauf vor genau 30 Jahren gegründet hatten, waren sehr aktiv und haben viel bewegt. Einst war die Ortsgruppe Regenstauf als Widerstand gegen die atomare Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf geformt worden. Ihrem sowie dem Einsatz so vieler anderer Bürger haben wir es zu verdanken, dass die hiesigen Bürger eben keine riesige atomare Bedrohung unmittelbar vor ihrer Haustür haben. Besonders seit dem Unglück in Fukushima wissen wir, dass jedes Bedrohungsszenario leider irgendwann Realität werden kann.

       

      Nach diesen Einblicken in vergangene Aktivitäten durch Herrn Hugbert Ley, würdigte Herr Bürgermeister Böhringer die engagierte Arbeit des Vorsitzenden des BN in Regenstauf. Die Zusammenarbeit der Gemeinde mit dem Bund Naturschutz reifte in den vielen Jahren heran und ist jetzt von Vertrauen und Offenheit geprägt. Sowohl die Gemeindeverwaltung mit all ihren Institutionen, als auch der BN setzen ihre Energien dafür ein, ein lebenswertes Regenstauf zu gestalten, in welchem sich die Bürger wohl fühlen und in einer gesunden Umwelt leben können. Herr Böhringer dankte ausdrücklich Herrn Ley für die vielen Jahre, in denen er und seine Frau sich für den Umweltschutz eingesetzt haben. Weil Herr Hugbert Ley an diesem Abend aus Altersgründen sein Amt als 1. Vorsitzender zur Verfügung stellte, wurde er wiederholt mit anhaltendem Applaus bedacht.

       

      Die Mitgliederversammlung verabschiedete sich an diesem Abend nicht nur von ihrem langjährigen 1. Vorsitzenden, sondern ebenso von ihrem Schatzmeister, Herrn Manfred Schade und der Schriftführerin, Frau Doris Kreuzer. Nach 10, bzw. 19 Jahren im Amt verabschiedeten sich auch diese beiden. Sie wurden für ihre hervorragend geleistete Arbeit gelobt und erhielten großen Applaus. Alle drei versprachen aber, auch in Zukunft dem Bund Naturschutz Regenstauf als Mitglieder erhalten zu bleiben und sich auch weiterhin mit Rat und Tat einzusetzen.

       

      Da an diesem Abend eine neue Vorstandschaft gewählt wurde, waren auch weitere Gäste geladen. Der 1. Vorsitzende der Kreisgruppe Regensburg, Herr Raimund Schoberer dankte herzlich den scheidenden Vorständen für ihre Arbeit. Er blickte auf die Vergangenheit und das bereits Erreichte zurück, richtete den Blick aber schon auf die neuen Herausforderungen, die einen Schutz der Natur notwendig machen.

       

      Viele Grüße aus Wenzenbach überbrachte auch der stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe Regensburg und zugleich 1. Vorsitzende der Ortsgruppe Wenzenbach, Herr Hans Lengdobler. Er hob hervor, wie gut die beiden Ortsgruppen Regenstauf und Wenzenbach stets zusammengearbeitet hatten. Er wünschte sich auch in Zukunft eine solche vertrauensvolle gegenseitige Unterstützung.

       

      Viele Herausforderungen und Projekte warten auch in Zukunft auf den Bund Naturschutz. Daher war der bisherige Vorstand des BN Regenstauf sehr froh darüber, dass sich nun jüngere Mitglieder zur Wahl stellten, um verantwortungsvoll diese neuen Aufgaben zu übernehmen. Einstimmig wurde Herr Thomas Kapfhammer zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Dieser bedankte sich bei seinem Vorgänger, Herrn Ley, und bei den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen.

      Ebenfalls einstimmig wurden Herr Hans Peter Hundshammer zum stellvertretenden Vorsitzenden, Herr Johannes Zelzner zum neuen Kassier und Frau Claudia Kolbeck zur Schriftführerin gewählt. Die neue Vorstandschaft versprach, sich gerne auch mit neuen Ideen einzubringen und dabei Bewährtes beizubehalten.

       

      Herr Hundshammer stellte als nächstes ein Projekt vor, das zum 30-jährigen Jubiläum des Bund Naturschutz Regenstauf entstehen soll. Auf einem Wiesengrundstück neben der Vogelstation soll ein Kunst-Natur-Garten entstehen. Herr Hundshammer, ein Maler, Grafiker und Bildhauer, wird aus dem lokal vorkommenden Kelheimer Kalkstein (den die Fa. Viehbacher kostengünstig zur Verfügung stellt) ein Bodenmosaik in Form des Logos des BN anfertigen, das auf diesem Grundstück verlegt werden soll. Die einzelnen Mosaikplatten werden Reliefs von Tieren, wie z.B. Storch oder Eule darstellen. Ein „Offenes Naturzimmer“ aus Holz und mit Fensteröffnungen soll den Blick auf die Natur und Kunstwerke bieten und zugleich ein Ort zum Verweilen werden. Dieser Begegnungsraum soll neben dem Mosaik entstehen und ein Naturkunstwerk von Regenstaufer Bürgern für Regenstaufer Bürger sein.

       

      Der Abend wurde abgerundet durch einen Vortrag von Frau Karla Messaoudi, in welchem sie die Natur und Kultur Portugals in beeindruckenden Bildern vorstellte. Die Zuhörer begleiteten sie auf verschiedenen Wanderwegen durch traumhafte Landschaften mit Brunnen, Sanddünen und Pinienwäldern, vorbei an romantischen, teilweise noch intakten alten Lehmhäusern, die fernab vom Trubel der großen Städte stehen und Lust auf eine Reise in den warmen Süden machten.

       

      (Claudia Kolbeck)