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Ortsgruppen

Energie & Klima

Die Bund Naturschutz-Ortsgruppe Beratzhausen

(gegr. 1986)

Termine

Datum / Uhrzeit

Treffpunkt

Veranstaltung

Samstag, 24.09.22,

1430 Uhr

Johann-Ehrl-Platzgeführte Wanderung durchs Deusmauer Moor (mit Fahrge-meinschaften), evtl. anschließende Einkehr

Samstag, 15.10.22,

900 - 1200 Uhr

Parkplatz unter-halb FreibadTrockenrasenpflege am Galgenberg

Dienstag, 15.11.22,

1930 Uhr

Landgasthof

Friesenmühle

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen

 

Energiespartipps

Das kann jeder selbst tun!


  Verbrauch Steuern - Spitzen senken: Versuchen, große Verbraucher nicht gleichzeitig laufen lassen. In der aktuellen Lage ist nicht die Menge an Strom das Problem, sondern die Spitzenlasten, also wenn viele Verbraucher gleichzeitig Strom benötigen.


Stromspitzen senken: Verbrauch nach Sonne und Wind richten: Selbst wenn am Anwesen keine PV-Anlage installiert ist, irgendwo in erreichbarer Nähe gibt es PV-Anlagen. Damit hält sich der Stromfluss in Grenzen und übergeordnete Netze werden nicht oder weniger belastet. Und wenn nicht, wenn Wind weht oder Sonne scheint, muss kein schädliche Form der Stromerzeugung einspringen.


Verbrauch senken: z. B. unbenötigte Lampen ausschalten: Wenn innerhalb einer Woche jeder Haushalt in Regensburg eine LED-Lampe mit 7 Watt täglich eine Stunde brennen lässt, entspricht das dem jährlichen Verbrauch von 2 Einfamilienhäusern.

Sprit sparen = Gas und Strom sparen: Raffinerien benötigen zur Gewinnung von Benzin und Diesel sowohl Gas als auch Strom. Alleine mit der Energie, die für die Herstellung von 10 l Benzin/Diesel nötig ist, kann ein batterieelektrisches Fahrzeug ca. 70 km fahren. Diese Energie stammt aus Gas und Strom.
Heruntergebrochen auf die Stadt Regensburg: Würden die 79000 zugelassenen PKW 150 km weniger pro Monat fahren, könnten damit über 300 Einfamilienhäuser ihren jährlichen Strombedarf decken.

 Braucht es wirklich Heizlüfter?
Selbst ein schlecht gedämmtes Haus braucht mehrere Tage, um so weit auszukühlen, dass Wasser- und Heizungsleitungen gefährdet sind. Einigermaßen moderne Heizungen besitzen eine Frostschutzfunktion. Bewegtes Wasser friert nicht ein, deshalb wird die Umwälzpumpe des Heizkreises aktiviert und verhindert somit das Einfrieren von Leitungen und Heizkörpern. Zur Verfügbarkeit von Gas gilt immer noch der Grundsatz: Private Haushalte, Krankenhäuser und weitere Einrichtungen sind geschützt und werden als aller letztes abgeschaltet.Selbst wenn die Gasversorgung reglemtiert werden sollte, wäre dies nur für kurze Zeiten (ganz wenige Stunden) - der Gebäudebestand ist dadurch nicht gefährdet. Selbst dieser Fall ist extrem unwahrscheinlich.
Zudem ist der Betrieb von Heizlüftern noch immer teurer als der Betrieb von Gasheizungen. Gemäß Beurteilung der aktuellen Entwicklung von Energiepreisen wird sich im Winter daran nichts ändern.
Macht es vor diesem Hintergrund wirklich Sinn, sich mit Heizlüftern oder anderen ineffizienten Heizgeräten einzudecken?

Heizung: Zimmertemperaturen: Jedes Grad weniger spart 6 % Energie und somit 6% Heizkosten. Wenig beachtet wird die richtige Luftfeuchtigkeit. 60% rel. Luftfeuchte schadet dem Inventar nicht, vermittelt allerdings bei gleicher Temperatur ein höheres Wärmeempfinden. Somit richtig Lüften (Stosslüften, schnellen Luftaustausch garantieren) und auf die Luftfeuchte achten. Zu trockene Luft wirkt sich nicht nur negativ auf das Wohlbefinden aus, auch für die gefühlte Temperatur ist zu trockene Luft schlecht.
 

Heizung: Zimmertemperaturen - die Zweite
Jedem Raum seine richtige Temperatur:

RaumOptimale LuftfeuchtigkeitOptimale Temperatur
Wohnzimmer und Arbeitszimmer40-60%20-22°C
Schlafzimmer40-60%16-18°C
Kinderzimmer40-60%20-23°C
Küche50-70%18-20°C
Badezimmer50-70%20-23°C
Flur/Treppenhaus40-60%15°C
Keller50-65%10-15°C

 

 

Heizung: Für Eigenheimbesitzer die richtige Vorlauftemperatur (nicht nur für Freaks)
Für Anlagen, die in den letzen 20 Jahren installiert wurden, ist eine witterungsgeführte Regelung Pflicht. Hier gilt es zu Prüfen, ob die richtige Heizkurve bzw. die richtige Vorlauftemperatur eingestellt ist. Oftmals wurde so verfahren, dass die Kurve "Pi * Daumen + Angstzuschlag" eingestellt wurde - mit dem Ergebnis, dass die Temperatur zu hoch ist.
Wer sichs zutraut (ist nicht wirklich kompliziert) kann diese Vorsteuerung anpassen: Anregung hier:
https://heizung.de/heizung/wissen/heizkennlinie-definition-und-einflussfaktoren/


Es kann auch empirisch ermittelt werden: Die Heizkörper in dem Raum, wo sich die Bewohner am meisten aufhalten, voll aufdrehen (auf 5), damit diese voll durchströmt sind. Mit der Einstellung der Vorlauftemperatur ergibt sich die Zimmertemperatur.
Umwälzpumpe über Nacht ausschalten lassen: In vielen Fällen erübrigt sich die programmierte Nachtabsenkung. Ob mit oder ohne Heizung - die Zimmertemperatur fällt über Nacht sowieso auf 18 °C, die Aufheizenergie bleibt gleich. Somit lässt sich der Öl- oder Gasverbrauch über Nacht sowie die Energie der Umwälzpumpe einsparen. Auch hier gilt: Ausprobieren - es hängt vorrangig vom Gebäude ab.

 

Vielen Dank an die Kreisgruppe für die tollen Tipps ;-)

 

 

„Pflück dein Glück“

Etwa 70 Obstbäume stellt der Bund Naturschutz und das Kuratorium Europäische Kulturarbeit der Bevölkerung zur privaten Ernte zur Verfügung. Die Bäume sind mit einem dunkelgelben Farbband gekennzeichnet. Soweit möglich stellt ein Schild die Sorte vor, damit nicht unnötig Lageräpfel für den Winter schon im September gepflückt werden. Jeder darf sich in Kleinmengen bedienen, am frischesten bleiben die Äpfel natürlich am Baum. Was am Boden liegt, kann immer mitgenommen werden.

Wir wünschen viel Spaß bei der Ernte und Genuss beim Verkosten!

Ihre Bund Naturschutz Ortsgruppe Beratzhausen

Bau von Fledermauskästen für Kinder mit Eltern

Beim Eltern-Kind-Werkeln kamen trotz Maskenpflicht einige Naturfreunde mit Akkuschraubern bewaffnet zusammen, um 20 Fledermauskästen und einige Insektenhölzer zum Aufhängen im Baum  zu bauen. Die Fledermauskästen werden in Gruppen 3 - 5 m hoch an Bäumen oder Hausfassaden mit Anflugmöglichkeit aufgehängt, z. B. an unserer Feuchtwiese am Eisweiher oder am Walderlebnispfad. Wer einen geeigneten Platz hatte, konnte die Nisthilfen auch mitnehmen. So soll ein Netz von Rückzugsplätzen für die sonst oft ausgesperrten nächtlichen Jäger geschaffen werden, die Ritzen in abgestorbenen Bäumen oder Gebäuden benötigen. Gabi hat ihre Insektenhölzer gleich als neuartige Handtaschen-Kollektion für die moderne Frau vorgestellt, mal sehen wie sich der Trend durchsetzt?

Der Biotopverbund nach dem Artenschutzgesetz

Die Gemeinde Beratzhausen und was noch zu tun ist...

Vereinfachte Zusammenfassung der Inhalte des neuen Artenschutzgesetzes vom 1.8.2019:

  •  Umbruchverbot für Wiesen (auch für Kleinerzeuger und Ökobetriebe)
  • Verbot der Mahd von außen nach innen (über 1 ha)
  • 10 % der Wiesen erst nach dem 15. Juni mähen
  • Arten – und strukturreiches Dauergrünland wird gesetzlich geschütztes Biotop, z. B. Schlossberg
  • Verbot der Grundwasserstands-Absenkung, vgl. Lammlgraben
  • Gewässerrandstreifen mind. 5 m von Uferlinie, bei staatlichen Flächen 10 m; Ausnahme: Grünlandnutzung, aber ohne Düngung
  • Streuobstwiesen über 2500 m² sind gesetzlich geschützte Biotope
  • Verbot von Totalherbiziden im kommunalen Einsatz
  • Erhaltung von Alleen
  • 10 % des Staatswaldes aus der Nutzung nehmen, biologische Vielfalt als Hauptziel
  • Biotopverbund im Offenland schaffen (bis 2023 10 % des Offenlandes, bis 2030 15%), z. B. Eh-da-Flächen
  • Lichtemissionen nach 23 Uhr bis Morgendämmerung verboten, Rathaus, Kirchen,Bauhof, Wochenstuben geschützter Fledermausarten überhaupt nicht mehr
  • Umgestaltung von Straßenbegleitflächen als Magerrasen
  • Schulung der Bauhöfe (Mähen statt Mulchen)
  • Klimaneutrale Verwaltung bis 2030
  • Neuauflage der Biotopkartierung
  • Förderung artenreicher Gartenkultur

Das Orientalische Zackenschötchen (Bunias orientalis)

Ein rapsähnlicher Neophyt breitet sich aus

Aus gegebenen Anlass weisen wir auf die für uns neuartige Pflanze des orientalischen Zackenschötchen hin. Sie ist auf dem ersten Blick dem Raps ähnlich und wird deshalb oft nicht beachtet. Durch den hohen Verdrängungsgrad der Planze, lassen sich wirtschaftliche Schäden für die Landwirtschaft, Störung des Naturhaushalts und ein Einfluss auf unser Ökosystem nicht ausschließen. Deshalb sollte nach Möglichkeit die Verbreitung unterbunden werden. Der Mensch spielt dabei eine große Rolle,weil dieser die Samen verbreitet. Oft wird das Saatgut der Pflanzen mittels Mahd (Randstreifenmulchen) von A nach B transportiert.

weiterführende Links und Artikel zum Thema:

Unkraut-Steckbrief: Orientalisches Zackenschötchen

Das Orientalische Zackenschötchen: Gelb, wohin man blickt

Neuer gefährlicher Einwanderer: Das Orientalische Zackenschötchen

 



Du willst auch vor Ort aktiv werden, etwas für und in der Natur machen? Du hast Lust Mitglied zu werden oder auch mal "reinzuschnuppern"? Dann meld dich doch bei uns..

Ortsgruppenvorsitzender:

Pöppl Alexander
Lichtenbergweg 4a
93176 Beratzhausen 
Tel: 09493-959213

Email: alexander.poeppl@web.de oder beratzhausen@bund-naturschutz.de