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Ortsgruppen

Anstehende Aktionen 2021

Aktuell keine Termine und Veranstaltungen

Da auch unsere Priorität ist, zur Sicherheit und Eindämmung der Verbreitung des Virus COVID-19 beizutragen, finden bis auf Weiteres keine öffentlichen Sitzungen oder Veranstaltungen statt.

Selbstverständlich sind wir aber nicht untätig und engagieren uns weiterhin für Regenstaufs Umwelt.


Ein langer Einsatz zum Schutz von Kröten und Molchen

Jedes Jahr, Mitte bis Ende Februar, wenn die Nachttemperaturen milder werden, erwachen Erdkröten, Frösche und Molche aus ihrem Winterschlaf und begeben sich in Scharen auf die Wanderung zu dem Gewässer, in dem sie selbst geboren wurden. Dieser Weg ist mit vielen Gefahren verbunden. Heutzutage werden sie nicht nur von ihren Fressfeinden bedroht, sondern fallen zu vielen Tausenden dem Straßenverkehr zum Opfer.

Seit Jahrzehnten betreuen deshalb auch in der Marktgemeinde Regenstauf Mitglieder und freiwillige Helfer der Ortsgruppe des Bund Naturschutz Krötenzäune, die an besonders gefährdeten Straßenabschnitten errichtet wurden. Nachdem der Bauhof der Gemeinde, des Landkreises und das Straßenbauamt die Zäune aufgestellt haben, werden diese täglich kontrolliert und Amphibien, die sich in den Eimern der Zäune gesammelt haben, über die Straßen zu ihren Laichplätzen getragen. Die fünf Krötenzäune im Bereich der Marktgemeine befinden sich am Valentinsbad, unterhalb von Kirchberg, am Ortseingang von Karlstein, an der Leonberger Straße bei Ramspau und zwischen Ramspau und Hirschling am Weiher am Saustein, nördlich des Hauses der Jugendwohngruppe der Dechant-Wiser-Stiftung.

Die Krötensaison 2021 ist soeben nach siebeneinhalb Wochen zu Ende gegangen. Ein Dankeschön an die zahlreihen Helfer und die Jugendwohngruppe des Hauses am Regenbogen.

Da die Zahl der gefundenen Amphibien täglich erfasst wurde, lässt sich ein gutes Bild der Population in diesen Bereichen gewinnen. Insgesamt wurden im Bereich der Gemeinde 2579 Kröten und Frösche und 901 Molche geborgen. Während am Valentinsbad und an der Ortsverbindungsstraße nach Leonberg ein Rückgang zu verzeichnen war, überraschte das Ergebnis beim Zaun zwischen Ramspau und Hirschling. In diesem Bereich, der schon von jeher mit großem Abstand der ergiebigste der Marktgemeinde, ja soweit bekannt, des gesamten Landkreises war, fanden sich 1561 Kröten und Frösche, sowie 869 Molche. Bei den Kröten, ist dies  im langjährigen Vergleich ein leichter Rückgang, bei den Molchen ein Rekordergebnis.

Derzeit befinden sich die Amphibien in den Laichgewässern. Es ist zu hoffen, dass sie nach Beendigung ihres Laichgeschäfts wieder unbeschadet über die Straßen zu ihren Revieren zurückfinden. Beim Rückmarsch, der sich über eine lange Zeit hinzieht, helfen ihnen keine Krötenzäune.

Wegen des hohen Aufkommens hatte die Ortsgruppe bereits im Jahr 2003 einen Antrag bei der Marktgemeinde gestellt, die Ortsverbindungsstraße beim Weiher am Saustein  mit Krötentunnels und Barrieren an beiden Seiten zu versehen. Die Gelegenheit war günstig, da die Straße an dieser Stelle wegen des Hochwasserschutzes erhöht werden musste. Der Marktgemeinderat hat dies damals leider abgelehnt.

Aus Sicht des Bund Naturschutz besteht weiterhin die Notwendigkeit eine dauerhafte Lösung zu finden, die dieser enorm großen Anzahl von Amphibien auch einen gefahrlosen Rückweg bietet. Sie leben nicht nur bis zur nächsten Eiablage, sondern können 15 Jahre alt werden.

Diese geschützten Tiere sind ein zwar unscheinbarer, aber wichtiger Teil unseres Ökosystems und nicht zuletzt ein Nahrungsbestandteil unserer heimischen Störche.

Die Gemeinde Regenstauf und das Landratsamt sollten einen Weg finden diese Maßnahme zu finanzieren und umzusetzen.

Manfred Schade
Bund Naturschutz
Ortsgruppe Regenstauf


Fotowettbewerb 2020

Thema "Regenstaufs Natur"

Umwelt- und Artenschutz sind in aller Munde. Immer mehr Menschen besinnen sich wieder auf die Schönheit der Natur und die Notwendigkeit, sie zu erhalten und zu bewahren. Auch unsere Marktgemeinde hat viel zu bieten – Wälder, Wiesen, Fluss- und Auenlandschaften bieten einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen ein Zuhause.

Die Bemühungen des Bund Naturschutz Regenstauf haben zwei Hauptziele: den Erhalt der Artenvielfalt (z.B. Betreuung von Krötenzäunen, Einwände bei unnötiger Flächenversiegelung oder Abholzung) und den Menschen einen Zugang zum Thema Umwelt- und Naturschutz bieten (z.B. durch den Kunst-Natur-Garten, durch die Organisation von Vorträgen und Exkursionen).

Ganz in diesem Sinne haben wir uns entschlossen, im Jahr 2020 einen Fotowettbewerb auszurufen.

Thema des Wettbewerbes:

Die Bilder zeigen Natur und Umwelt in Regenstauf. Sie stellen auf klassische oder experimentelle Art dar, was der Fotograf als besonders schützenswert ansieht. Sie können ebenso eine Dokumentation von Bemühungen um den Umwelt- und Artenschutz sein wie auch als kreativer Zugang zum Thema Naturschutz aufgefasst werden. Landschaften, Pflanzen und Tiere sollten dabei als Hauptmotiv dienen.

Die Ortsgruppe bedankt sich für die zahlreichen und wunderbaren Einsendungen. Gerne hätten wir die Gewinner in einem angemessenen Rahmen geehrt, corona-bedingt muss die Gewinnerbekanntgabe aber leider digital und online erfolgen. Dennoch sind wir stolz, hier folgende Gewinner bekanntgeben zu können:

Die ersten 10 Plätze:


Neues vom Kunst-Natur-Garten

Alte Schuhe, welche bereits abgetragen sind, jedoch noch lange nicht ausgedient haben. Zu sehen sind sie im Kunst-Natur-Garten als kunstvoll gestaltete Installationen und bepflanzt mit heimischen Gewächsen.

Bei der Umsetzung, welche wir unter Anleitung von Peter Hundshammer durchführten, gab es wieder fleißige Helfer und Unterstützer. So bedanken wir uns vor allem beim Regenstaufer Geschäft Der Blumenladen sowie bei Familie Schäffer für die großzügigen Spenden von Blumen bzw. getragenen Schuhen!

Der Kunst-Natur-Garten entstand im Jahr 2017 auf gemeindeeigenem Grund in der Pestalozzistraße in Regenstauf.

In Nähe der Eckertschulen und der neu gebauten Turnhalle entwickelt sich seither ein Kleinod aus der Streuobstwiese, das zum Verweilen, zum Erspüren der Natur und ihrer Schönheit, aber auch zum Nachdenken einlädt. Der Regenstaufer Künstler und Kunsterzieher Peter Hundshammer gestaltete federführend zusammen mit Aktiven unserer Ortsgruppe unter Mithilfe des Marktes Regenstauf und des Bauhofs das Projekt Kunst-Natur-Garten.

Es bietet Kunstwerke wie z.B. ein naturnahes Bodenmosaik aus heimischem Kalkstein, das schützenswerte Tiere in Form des BN-Logos zeigt. Der Bildhauer Peter Hundshammer gestaltete 8 Steinreliefs mit folgenden Motiven: Weißstorch, Fledermaus, Schwalbenschwanz, Luchs, Erdkröte, Salamander, Schleiereule und einen BN-Stein, der bepflanzt wird. Als weitere Steine finden recycelte heimische Granite Verwendung.

Schauen Sie doch mal vorbei und genießen Sie die Atmosphäre!

 

 

 

Außerdem können Sie in unserer Bildergalerie den Fortschritt mit verfolgen.


Regenstauf gibt der Artenvielfalt 2052 Stimmen

Das Volksbegehren für Artenvielfalt fand gleich am ersten Eintragungstag regen Zuspruch in der Bevölkerung. Bis 17:30 hatten sich 315 Regenstaufer Bürgerinnen und Bürger im Rathaus eingefunden, um sich für die Umwelt einzusetzen.

Unterstützt wurde das Volksbegehren durch Vertreter*Innen der ÖDP, von Bündnis 90/ Die Grünen, des BN, des LBV, des SPD Ortsvereins Diesenbach, Bürgermeister Böhringer, Vertreter der Kirche, des Biotreffs, des Fotoclubs und vielen mehr.

Ein derartiges überparteiliches Bündnis gab es schon lange nicht mehr in Regenstauf. Doch hier sind sich alle einig: es muss etwas geschehen, damit wir die Insekten und letztlich auch uns Menschen retten. Wer sonst sollte unsere Obstbäume und Äcker bestäuben, wenn nicht die heimischen Bienen und Insekten? Undenkbar, dass sich die hiesige Bevölkerung wie in China per Hand ans Bestäuben macht! Unvorstellbar, dass alleine in den vergangenen 30 Jahren 75% der Insekten ausgestorben sind.

Um diesen Trend zu stoppen, versammelte sich am 31.Januar eine große Gruppe Menschen aller Altersgruppen vor dem Regenstaufer Rathaus, um gut gelaunt und teilweise verkleidet als Bienen und Marienkäfer ein Zeichen zu setzen. Nicht gegen etwas, sondern für etwas: für unsere Natur, für unsere Bauern, die durch die Politik der letzten Jahrzehnte zumeist in die Massenproduktion gezwungen wurden, für uns und unsere Kinder.

Gemeinsam wollten die Regenstaufer etwas bewirken und dank des großen Zuspruchs aus der Bevölkerung zählte man am Ende 2052 Unterschriften für das Volksbegehren. Dies entspricht 16,34 % der wahlberechtigten Einwohner der Marktgemeinde.