Zur Startseite

BN-Notizen - Bio-Einkaufsführer

Energie & Klima

Ortsgruppen

  • Übersicht
  • Bernhardswald
  • Hemau
  • Nittendorf
  • Pettendorf
  • Home  › 
  • Aktuelle Meldungen

Pressemitteilung: 7.840 Unterschriften für den Bürgerentscheid Mobilität neu denken, übergeben

Regensburg, 30. Juni 2026 – Das Bürgerbündnis Mobilität neu denken hat heute Oberbürgermeister Dr. Burger insgesamt 7.840 Unterschriften für das Bürgerbegehren zur Nordgauspange mit Sallerner Regenbrücke übergeben. Damit wurde die erforderliche Zahl von rund 5.888 gültigen Unterschriften um rund 33 Prozent übertroffen.

02.07.2026

Die Unterschriften wurden in den vergangenen Monaten von mehr als 20 Organisationen sowie zahlreichen engagierten Bürgerinnen und Bürgern gesammelt.

„Mit den 7.840 Unterschriften übergeben wir nicht nur Unterschriften, sondern 7.840 Stimmen, die sagen: Die Bürgerinnen und Bürger sollen selbst über die Zukunft ihrer Stadt und dieses Großprojekt entscheiden“, erklärte Wolfgang Bogie bei der Übergabe.

Nach Ansicht des Bündnisses betrifft die Nordgauspange nicht nur den Regensburger Norden, sondern die gesamte Stadt. Die geplante Autobahnzufahrt würde zusätzlichen Verkehr, mehr Lärm, Feinstaub und Hitze sowie den Verlust wertvoller Natur- und Naherholungsflächen am Regen mit sich bringen und damit die Lebensqualität in ganz Regensburg beeinträchtigen.

Kritisch sieht das Bündnis auch die enormen Kosten des Vorhabens. Für die Nordgauspange werden ca. 200 bis 300 Millionen Euro oder mehr an Steuergeldern veranschlagt. Eine genaue Zahl für 18 Jahre Baustelle wurde ja noch nicht veröffentlicht. Gleichzeitig würden über viele Jahre Finanzmittel sowie Planungs- und Baukapazitäten der Stadt gebunden. Diese fehlten dann für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, sichere Rad- und Fußwege, Umsetzung der Hauptradrouten, barrierefreie Bushaltestellen und zahlreiche kleinere Infrastrukturmaßnahmen, die den Menschen im Alltag unmittelbar zugutekommen.

Zugleich verweisen die Initiatoren auf bestehende Mobilitätskonzepte für Regensburg und die Region. Diese setzen auf bessere Bahnverbindungen, leistungsfähige Busangebote und die Vernetzung aller Verkehrsmittel. Auch der Stadtentwicklungsplan und der derzeit erarbeitete Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) verfolgen das Ziel einer nachhaltigen und klimagerechten Mobilität. Die Nordgauspange gehe dagegen auf Planungen aus den 1970er Jahren zurück und passe nicht mehr zu den heutigen Zielen, weder in der Stadt noch in den angrenzenden Landkreisen.

Das Bündnis bezweifelt zudem den verkehrlichen Nutzen des Projekts z.B. mit den vielen geplanten Ampeln im Lappersdorfer Kreisel. Neue Straßen führten langfristig nicht zu weniger, sondern zu zusätzlichem PKW und LKW-Verkehr. Die prognostizierten 33.000 Fahrzeuge auf dem Abschnitt Nordgaustraße werktäglich, würden die DEZ-Kreuzung langfristig zusätzlich belasten und auch die Achse Nibelungenbrücke bis Autobahnauffahrt Burgweinting.

Das Bündnis erwartet nun eine zügige und faire Prüfung des Bürgerbegehrens und spricht sich für einen Bürgerentscheid im Herbst 2026 aus.

„Eine Entscheidung, die Regensburg für Jahrzehnte prägen wird, verdient eine breite demokratische Legitimation. Deshalb sollten die Bürgerinnen und Bürger selbst darüber entscheiden“, so Wolfgang Bogie.

Weitere Informationen: www.sallerner-regenbruecke.de