Zur Startseite

BN-Notizen - Bio-Einkaufsführer

Energie & Klima

Ortsgruppen

  • Übersicht
  • Bernhardswald
  • Hemau
  • Nittendorf
  • Pettendorf
  • Home  › 
  • Aktuelle Meldungen

Pressemitteilung - BUND Naturschutz Regensburg freut sich: einzigartige Flächenschenkung in der Nähe des wohl ältesten Naturschutzgebietes von Bayern

Die Weichslmühle, direkt an der Gemeindestraße von Regensburg Großprüfening über Unterirading (Gaststätte „Walba“) nach Matting liegend, ist vielen Regensburgern ein Begriff. Die Gemeindestraße wird an der Ostseite gesäumt von imposanten Felsen des Naturschutzgebietes Max-Schultze-Steig, westlich davon liegt die Donau. Eine der schönsten Landschaften in und um Regensburg.

23.07.2026

download pdf

Das Umfeld der Weichslmühle hat Herbert Zimmermann aktuell dem BUND Naturschutz in Bayern e.V. zu treuen Händen geschenkt, damit dort die Natur dauerhaft erhalten und auch gefördert wird. Die insgesamt rund 11 Hektar großen Grundstücke beherbergen naturschutzfachlich wertvollste und landschaftlich herausragende Flächen. Ein Schäfer beweidet einen großen Teil die Flächen naturnah und erhält die Artenvielfalt; ein Landwirt mäht entlang der Donau die Wiese. Kurios ist das Flurstück „Hochzeitsweg“, welche nur diesen Weg umfasst, der fast bis zur Ausflugsgaststätte Walba reicht. Wahrscheinlich sind früher die Pentlinger über diesen in Teilen verfallenen Weg zur Walba zum Feiern gegangen. Vielleicht gibt es auch eine andere Historie.

Nur rund 700 m Luftlinie von der Weichslmühle entfernt befindet sich das älteste Naturschutzgebiet Bayerns, durchsetzt mit markanten Felsen, deren letzter in Teilen gerade noch zur Schenkung gehört. Auch die Artenvielfalt unserer Flächen knüpft an die Biodiversität dieses Naturschutzgebietes an. Die Flächenschenkung ist damit auch ein Beitrag, dieses herausragende Naturjuwel am Donaubogen vor Regensburg für die Zukunft zu bewahren.

Herbert Zimmermann hat Ende 2025 beschlossen, die Flächen „immerwährend“ in gute Hände zu geben. Er freut sich, dass seine Flächen nun gut betreut werden. Erste Kartierungen der Flora und Fauna sind schon erfolgt. Raimund Schoberer, Kreisvorsitzender des BUND Naturschutz ist glücklich über diese tolle Schenkung. Diese immens schönen Flächen am Donaudurchbruch sind ein wahrer Artenhotspot und ergänzen die artenreichen Liegenschaften des BUND Naturschutz im Landkreis Regensburg. Die BN-eigenen Flächen am Hutberg, bei Otterbach, Schierling, Donauinsel bei Mariaort und einige andere dienen bestmöglich dem Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten.

Gez. 
Raimund Schoberer; Dr. Albrecht Muscholl-Silberhorn

 

Infos zum Max-Schulze Steig (https://de.wikipedia.org/wiki/Max-Schultze-Steig): „…1905 war begonnen worden Kalksteinvorkommen abzubauen; entsprechende Sprengspuren sind bis heute erkennbar. Der Architekt und aktive Naturschützer Max Schultze, Fürstl. Thurn und Taxis'scher Oberbaurat in Regensburg, erwarb 1906 insgesamt elf Grundstücke, um diese vor weiterem Abbau zu retten. Er schenkte 1912 das einen Kilometer lange und bis zu 300 Meter breite Gelände der Stadt Regensburg mit der Auflage, „es immer in seinem natürlichen Zustand zu belassen“. 1921 wurde es unter Naturschutz gestellt. Innerhalb des Naturschutzgebietes Max-Schultze-Steig schließt sich südlich an das von Schultze gekaufte Gebiet der "Hoppefelsen" an. Der Hoppe- oder Schutzfelsen wurde ebenfalls 1906 aus Naturschutzgründen aufgekauft. Käufer war die Königlich-bayerische botanische Gesellschaft Regensburger (heute: Regensburgische botanische Gesellschaft von 1790 e.V.). Auf dem Hoppefelsen wurde am 15. Mai 1790 diese Gesellschaft gegründet – die älteste ihrer Art weltweit….“