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BN-Notizen - Bio-Einkaufsführer

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Pressemitteilung: Dramatische Trockenheit und hohe Temperaturen: Regensburg investiert wenig in blaue und grüne und viel in graue und schwarze Infrastruktur!

Aktuell ist es allerorten weiterhin extrem trocken und die Aussicht für die nächsten beiden Wochen lautet: sehr heiß und nahezu kein Regen. Die Natur ist dieses Jahr schon deutlich vorgeschädigt. Der Walddürremonitor zeigt um Regensburg sehr trockene bis dürre Verhältnisse. Die neue Hitzewelle verbunden mit Dürre ist dramatisch für Flora und Fauna und sehr belastend für den Menschen!

27.07.2026

Durch den Klimawandel verstärken sich Extremwetterlagen. Der Fahrplan zur Treibhausgasreduktion der Bundesregierung wurde erst im Mai vom Expertenrat für Klimafragen für unzureichend erklärt.

Auch die Stadt Regensburg investiert wenig in blaue und grüne Infrastruktur, sondern lieber in Beton, Stahl und Asphalt (Parkhaus unterer Wöhrd, Nordspange, …). Dabei wird viel zu wenig gesehen: Schlagzeilen wie im Mai/Juni 2026 „Regensburg heißeste Stadt Deutschlands“ wirken sich negativ nicht nur auf das Image aus, sondern sind zunehmend relevant für persönliche Entscheidungen gut ausgebildeter Menschen. Wer will in Zeiten des Klimawandels mit seiner Familie in eine Stadt, die als „hitzeanfällig“ überregional Bekanntheit hat, wohnen? Wer will hier alt werden? Unsere Stadt wäre gut beraten alles zu tun, um die Situation nicht noch weiter zu verschlechtern.

Auch die wirtschaftlichen Schäden durch Hitze sind groß. Zum Beispiel in Form von reduzierter Produktivität, Schäden an der Infrastruktur (viele Asphaltdecken im Stadtgebiet weisen Fahrrillen auf) und erhöhtem Energiebedarf durch Klimatisierung, welche im Gegenzug die Außentemperaturen im urbanen Bereich zusätzlich ansteigen lässt. Menschen, die sich keine Klimatisierung haben sind dann zusätzlich betroffen.

Notwendige kurz- bzw. mittelfristige Maßnahmen: 

  • Konsequenter Wasserrückhalt durch blaue und grüne Infrastruktur (Schwammstadt). Überschüssiges Regenwasser aus dem Siedlungsbereich speichern und dann zur Bewässerung von Grünanlagen nutzen. Durchgrünung der Siedlungsbereiche.
    Regensburg hat hier Jahrzehnte in dieser Hinsicht wenig geleistet, im Gegenteil sogar viele amtlich kartierte Biotope vernichtet, wertvolle Baumbestände fällen und die Flächen dann bebauen lassen. Es braucht einen sofortigen Stopp der Baumverluste. (z.B. BBP217; BBP 281; vollständiger Erhalt der noch nicht bebauten Schlämmteicharreale, Stopp für die Genehmigungen von Tiefgaragen, für die Bäume weichen müssen)

  • Stopp der Nordtangente, die das Klima in der Stadt -so ist stark zu befürchten- weiter verschlechtern wird. Regensburg wird nur dann wirtschaftlich stark bleiben, wenn es auch Lebensqualität bewahrt. 

  • Erhalt und Schutz von Bäumen. Die Baumschutzverordnung könnte z.B. um einen „Klima-Passus“ ergänzt werden. Stadtbäume In Trockenperioden bewässern. Keine Mahd öffentlichen Grüns in Trockenperioden.

Und im Landkreis: 

  • Konsequenter Wasserrückhalt in der Landschaft: Bildung von Retentionsflächen durch z. B. Renaturierung der Bäche, Flüsse und Auen; Beendigung flächiger Drainagen; Renaturierung und Wiedervernässung der Feuchtgebiete; Verbesserung der Böden und ihrer Wasserspeicherfähigkeit. 

  • Erhalt und Umbau der Wälder zu mehr Naturnähe, Hecken für ein feuchteres Lokalklima.

Und vieles Weitere. 

Gez. 
Raimund Schoberer