Über 3350 Unterschriften für den Erhalte des Biotops "ehemalige Schlämmteiche" übergeben
Klar stellen wollen wir in Bezug auf die Aussagen von Frau Oberbürgermeisterin in der MZ am 20.02.2025:
- es handelt sich gerade nicht um einen "hervorragenden Kompromiss für Grün und Artenschutz". Wir sind uns darin verbändeübergreifend zusammen mit der für Artenschutz zuständigen höheren Naturschutzbehörde einig (siehe BBP Unterlagen). Das Areal ist so wertvoll, dass es unseres Erachtens ein „Verbrechen“ ist, es ohne „Not“ zu bebauen. Es ist nicht ersetzbar; schon gar nicht durch eine Flutmulde an der Donau, die auch mal 14 Tage im Wasser steht und bei der für uns immer noch unklar ist, ob es sich dabei unter Umständen um eine "Ausgleichs-Doppelverwertung" handelt.
- die letzten über 7 Jahre hat es keine Fachgespräche zum BBP 195 mit uns Verbänden gegeben. Man hat uns bei den Planungen -entgegen den Versprechungen im Zusammenhang mit der Diskussion "Lago A2"- völlig außen vor gelassen. Der Investor hingegen konnte sich sehr stark einbringen.
- die "vorherige Gewerbefläche Schlämmteiche" war in den ganzen Jahrzehnten des Bestehens der Zuckerfabrik seit 1898 aufgrund ihrer besonderen Nutzung eine äußerst artenreiche und biologisch wertvolle Fläche. Es handelt sich somit um ein Areal, welches seit weit über 100 Jahre eine besondere Artenvielfalt aufgewiesen hat und unvermindert aufweist.
Das just heute im Amtsblatt der Stadt Regensburg auf der direkten Nachbarfläche auf 15 Hektar die frühzeitige Beteiligung für den BBP Nr. 290 "Energieareal Regensburg Ost (Agri-PV-Anlage)" bekannt gemacht wurde, zeigt gerade die Flächenverfügbarkeit in unmittelbarer Nachbarschaft und fehlende Notwendigkeit diese wichtige und nicht ersetzbare Klima- Natur und Artenfläche zu bebauen.
Lassen Sie im Bereich des BBP 290 die Hallen mit PV auf dem Dach bauen. Das ist ein Win Win für alle Belange!
Am 27.02.2024 soll der Stadtrat wohl final über diesen Bebauungsplan abstimmen. Die Entscheidung stellt für uns als BUND Naturschutz in Regensburg den zentralen Markstein dar, wer wie in Regensburg zum Klima-, Natur- und Artenschutz steht.
Alles Stadträte wurden einzeln auch über die Petition angeschrieben. Sie können dort Ihr Statement öffentlich hinterlegen. Nutzen Sie die Gelegenheit. Das ist politische Transparenz.
Wie angekündigt werden wir als BUND Naturschutz mit breiter Unterstützung zur Not bis nach Leipzig klagen und auch im nächsten Kommunalwahlkampf die Schlämmteiche und auch die Abstimmung im Stadtrat stark thematisieren.
Wir sagen als breite Bündnis STOPP zum BBP 195. Bitte sagen Sie es auch!