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Vortrag Wildbienen - Verschoben!

Der Vortrag soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Spricht man über Bienen, denken viele an die Honigbiene, dabei gibt es in Deutschland ca. 520 heimische Wildbienenarten. Von diesen meist unbekannten Insekten gelten 64 % als stark bedroht, 40 Arten sind bereits ausgestorben. Über die Vielfalt und ihre Lebensweise soll einem Vortrag am Montag, den 30. März um 20 Uhr im alten Schulhaus in Schierling gehen. Aber auch praktische Hinweise, wie man Wildbienen schützen kann sollen nicht zu kurz kommen. Referent ist Robert Zimmermann (Student der Biologie).

 

 

 

 

Toller Tag an den Isarspeicherseen

Am Sonntag, 15.09., fand unsere diesjährige Radexkursion statt.

Nach der Anfahrt mit dem Zug bis Moosburg  ging die Tour zuerst entlang des idyllischen Radwegs an der Amper bis Inkofen, um dann in Richtung der Isar abzubiegen. Das schöne Wetter lud uns ein zu einer Erfrischung im überraschend sauberen Isarwasser. Weiter ging es zurück isarabwärts bis Volksmannsdorf in den Biergarten Isareck. Nach einer Mittagspause brachte uns Robert Hierlmeier das Naturdenkmal "Sempter Heide" näher, ein botanisch interessantes Naturjuwel, in dem es auch zur dieser späten Jahreszeit noch einiges zu entdecken gab, wie z. B. die Große Braunelle, Sonnenröslein, Silberdisteln, Sommerwurz und vieles mehr. Danach ging es weiter zu dem Hauptziel, den "Vogelfreistätten Mittlere Isarstausseen". Vor allem der Echinger Stausee mit seinem Schilfgürtel hat uns durch seinen Vogelreichtum sehr beeindruckt. Wir konnten viele Entenarten, Haubentaucher, Reiher beobachten. Auch die Infotafeln am Ufer fanden wir sehr lehrreich und anschaulich. Auf dem Rückweg ließen wir den Tag in einem Biergarten ausklingen und freuten uns über den gelungenen Tag!

Viel Interesse an der Führung in die Au

 

 

 

 

Wiesenbrüter, Moore und bunte Wiesen

 

Das Interesse an Natur- und Umweltschutz nimmt zu. Das konnte am 19. Mai die OG des Bund Naturschutz feststellen.  Bei der diesjährigen Führung in die Laberau starteten am frühen Nachmittag 28 Teilnehmer bei bestem Frühsommerwetter in Richtung Obere Au. An einem der neu aufgestellten Wiesenbrüter-Schilder wurde der erste Halt eingelegt. Diplom-Biologe Robert Hierlmeier ging kurz auf die Merkmale ein, die ein Wiesenbrütergebiet auszeichnen. Dazu gehören große Flächen an Grünland mit feuchten Wiesen und eine offene Landschaft mit wenig Gehölzanteilen. Da die typischen Vertreter wie Brachvogel und Kiebitz sehr empfindlich auf Störungen reagieren, wurde nochmals darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, Hunde nicht nur an die Leine zu nehmen, sondern auch die Wiesen nicht zu betreten.

Nur wenig bekannt war den meisten Teilnehmern, dass auch echte Moorflächen in der Laberau zu finden sind, z. B.  südlich der Bahnlinie. Die Moorbereiche werden seit ca. 100 Jahren entwässert um die Bewirtschaftung zu erleichtern. Dadurch zersetzt sich der enthaltene Torf und es werden Nährstoffe und große Mengen klimaschädliches CO2 frei, so Hierlmeier. Seltene Pflanzenarten verschwinden, da diese in nährstoffreichen und trockenen Flächen nicht überleben können. In diesem Bereich konnte der BN mit Hilfe von Spendengeldern vor kurzem einige kleinere Flächen aufkaufen mit dem langfristigen Ziel die Zerstörung der Moorflächen aufzuhalten.

Weiter ging es zum Brutgebiet der Kiebitze zwischen der B 15n und der Staatstraße in Richtung Niederleierndorf. Hier liegen ca. 17 ha Ausgleichsflächen, die beim Bau der neuen B15 geschaffen wurden. Mit Betreuung durch den Landschaftspflegeverband wurden hier einige Senken in den Wiesen ausgehoben, in denen Wasser stehen bleiben kann. Der Kiebitz scheint diese Verbesserung seines Lebensraums dankbar anzunehmen, denn hier gibt es wieder ca. 10 Brutpaare dieses seltenen Vogels. In allen anderen Brutgebieten sind die Bestände in den letzten Jahren stark eingebrochen - der Kiebitz befindet sich auf der roten Liste ganz oben. Wichtig für alle Wiesenbrüter ist außerdem, laut Hierlmeier, dass die Wiesen zu unterschiedlichen Zeitpunkten möglichst schonend gemäht werden.

Bei der nächsten Station, dem Naturschutzgebiet Niedermoor südlich von Niederleierndorf, erfuhren die Teilnehmer, dass hier ein völlig anderer Lebensraum vorherrscht. Hier wird im Rahmen des „Kelheimer Labertalprojekts“ ein natürlicher, lückiger Auwald geschaffen. Die Zielarten sind hier Bekassine, Laubfrosch und Wachtelkönig. In mitten wunderschön bunt blühender Wiesen war auch noch eine Trollblume zu sehen, die ebenso inzwischen fast ausgestorben ist. An diesem Beispiel erklärte Robert Hierlmeier, wie schwierig es ist, selten gewordene Arten wieder zu etablieren. Trotz aller Verbesserungen der Bedingungen geht der Bestand an Trollblumen weiter zurück. Nach einem weiteren Abstecher zu einer BN-Fläche, auf der noch die seltene Buschnelke vorkommt, ließen die Teilnehmer den interessanten Nachmittag im Biergarten ausklingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BN Schierling greift das Thema Radfahren auf

 

Schierling soll fahrradfreundlicher werden

Aufeiner Rundfahrt mit dem ADFC wurden folgende Anregungen gesammelt:

 

      1.     Konzept im Ort mit kreuzungsarmen Routen

2.     Bau von asphaltierten Fahrradwegen zu den Gewerbegebieten (mit Winterräumdienst)

3.     Erreichbarkeit der „Esper Au“ ist zwingend erforderlich:

Neuer Radweg entlang des Paringer Grabens und ein Radweg vom Kreisverkehr bis     Araltankstelle entlang dem Astaller-Firmengelände

4.     Anbindung der bestehenden Fahrradwege ans Straßennetz (evtl. Querungshilfe in der Jakob-Brand-Straße), z. B. durch Mittelinseln

5.     Umfahrungen der Hauptstraße ausschildern (auch für nicht Ortskundige), z. B. über den Sportplatz

6.     Asphaltierte Fahrradwege zu den Ortsteilen

7.     Labertal Radweg entlang der Bachstraße ins Zentrum führen

8.     Bessere Beschilderung und Befestigung des Labertal-Radwegs

9.     Instandsetzung der Feldwege rund um Schierling (nicht mit großkörnigem Schotter!)

10.E-Bike-Ladestation am Rathaus

11.Die Gastrononie sollte auf Radfahrer eingestellt sein (E-Bike-Lademöglichkeit)

12.Randsteine absenken, z. B. am Friedhof aus Richtung Bergstr.

13.Gemeinde sollte Aktion fördern „Mit dem Rad zur Arbeit“, Gemeindemitarbeiter mit gutem Beispiel „voranradeln“.

14.Autofreier Sonntag mit Aktionen zum Thema Rad

15.Gemeinde beschafft 2 Lastenfahrräder zum Verleihen

 

 

 

 

Neuwahl der Vorstandschaft

Bei der Mitgliederversammlung am 20.11.17 wurden in den Vorstand gewählt:

Martina Kümpfbeck (1. Vorsitzende)

Dr Johann Straßer (2. Vorsitzender)

Susanne Liebig (Schriftführerin)

Regine Grillitsch (Kassierin)

Robert Hierlmeier (Beisitzer)

Dr Andreas Straßer (Beisitzer)

 

 

Bei der Mitgliederversammlung am 20.November konnte Vorsitzende Martina Kümpfbeck 12 Mitglieder und einen Gast begrüßen. Bei dem anschließenden Rückblick in Bildern konnten die Anwesenden einen guten Überblick über die Aktivitäten der letzten fünf Jahre gewinnen.  Neben diversen Radtouren, Exkursionen, Vorträgen und Filmabenden wurden auch jährlich Führungen durch die Laberau angeboten. Die Umweltbildung ist ein Schwerpunkt der Ortsgruppe Schierling. Auch auf viele Aktionen mit Kindern kann die OG zurückblicken, wie z. B. den Wandertag mit den 4. Klassen und die Bastelnachmittage zusammen mit dem Familienstützpunkt. Der zweite wesentliche Aufgabenschwerpunkt liegt im Artenschutz. Hier werden auf den eigenen Flächen, wie z. B. dem Rinnengraben, die meisten ehrenamtlichen Arbeitsstunden geleistet.

Bei der anschließenden Vorstandswahl  unter Leitung von Raimund Schoberer wurden Martina Kümpfbeck als 1. Vorsitzende, Dr. Johann Straßer als 2. Vorsitzender, Regine Grillitsch als Kassierin, sowie Robert Hierlmeier und  Dr. Andreas Straßer als Beisitzer einstimmig wiedergewählt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Susanne Liebig, die künftig das Amt der Schriftführerin übernimmt. Raimund Schoberer dankte den Vorstandsmitgliedern für die Bereitschaft die Ämter zu übernehmen und würdigte das Engagement der Ortsgruppe.

Stellvertretende Bürgermeisterin Maria Feigl überbrachte die Anerkennung der Gemeinde für den langjährigen leidenschaftlichen Einsatz des Bund Naturschutz für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes in Schierling. Sie betonte, dass dieses ehrenamtliche Engagement Ausdruck einer funktionierenden Bürgergesellschaft ist.

Abschließend wurde wurden verschiedene Projekte für die Zukunft diskutiert. Vorstellen könnte sich die OG eine Aktion zu Thema Radfahren, die Einrichtung eines "Offenen Bücherschrankes" und ein Bastelprojekt zum Thema "Upcycling" mit dem Familienstützpunkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ruhezone für Wiesenbrüter – ein Elektrozaun schützt die letzten Brachvögel der Laberaue

Schlüsselblumen, Krokusse und Gänseblümchen gehören zum Frühlingserwachen genauso dazu wie das muntere Amsel- und Meisen-Ständchen in den frühen Morgenstunden.

Vogelliebhaber rund um Schierling warten zu dieser Jahreszeit aber noch auf  ein anderes Lied. Erst wenn das melodische und leicht melancholische Trillern über den Wiesen der Laber-Au erklingt, können sie sicher sein: Der Große Brachvogel ist zurück aus seinem Winterquartier in Afrika und sucht mit seinem langen gebogenen Schnabel  eifrig nach Nahrung im feuchten Boden.

Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz in Schierling beobachtet die Entwicklung der Wiesenbrüter im Großen Labertal bei Schierling schon lange und sie weiß: Der früher alltägliche Anblick wurde in den vergangenen Jahrzehnten durch die Intensivierung der Landwirtschaft immer seltener. Inzwischen gibt es nicht mehr viele der langbeinigen Watvögel. Die in den letzten Jahren verstärkten Beobachtungen ergaben nur noch höchstens fünf Paare des Großen Brachvogels, die hier ihren Nachwuchs aufzuziehen versuchen. Und auch wenn eifrig gebalzt und gepfiffen wird –nie schafften die Elterntiere, dass die Jungvögel flügge wurden. Das ist das erschreckende Ergebnis der intensiven Beobachtungen der Naturschützer. Bei Kiebitzen, Bekassinen und anderen Wiesenbrütern schaut es nicht viel besser aus.

Zwar sind inzwischen viele Wiesen im Labertal über KULAP und Vertragsnaturschutzprogramm extensivbewirtschaftet. Der Bund Naturschutz (BN) hat zusätzlich dazu auch noch besonders wertvolle Flächen gekauft. Nicht das Ausmähen der Gelege oder Jungen oder das zu hohe Gras, das Jungtiere andernorts erfrieren und verhungern lässt, ist also in Schierling das Hauptproblem.  Aber was dann? Der Ortsverband des BN holte sich Hilfe und Rat bei der Regierung der Oberpfalz und bei Hartmut Schmid, der als Gebietsbetreuer beim Landschaftspflegeverband Regensburg, für ähnliche Flächen zu sorgen hat.

Im Austausch mit diesen kam man zu der Erkenntnis und zu dem Entschluss, einen Versuch mit einem Elektro-Schutzzaun zu unternehmen. Dieser von der Höheren Naturschutzbehörde finanzierte mobile Zaun, der von Beginn der Balzzeit bis zum Ende der Jungenaufzucht aufgestellt wird, hält Fuchs & Co. von den Gelegen und Jungvögeln ab und soll zusätzlich zur schon hilfreichen Bestandsregulierung durch die Jäger die am Boden brütenden Vögel schützen. Aber nicht nur der Fuchs, auch freilaufende Hunde, die immer wieder unnötigerweise die Vögel in Unruhe versetzen, werden ferngehalten.

In den Wiesenbrütergebieten an der Donau bei Pfatter und in der Regentalaue verfolgt man eine ähnliche Strategie. „Einen Versuch ist es wert“, sagte sich die Ortsgruppe des Bund Naturschutz, kam mit den Landwirten vor Ort ins Gespräch und stellte nach deren Zustimmung mit vereinten Kräften an einem Frühlingssamstag den Zaun auf.

Der eine oder andere Spaziergänger wird bei dem sommerlichen Traumwetter der letzten Tage bereits die weißen Zaunpfähle zwischen Kraxenhöfen und Unterlaichling bemerkt und sich wohl so seine Gedanken über eine bevorstehende Weide gemacht haben. Stattdessen ist hier allerdings eine ca. 7 Hektar große vorübergehende „Rückzugs-Oase“ für den Großen Brachvogel entstanden, von der auch seine Kollegen wie Kiebitz oder Bekassine profitieren können. Das melancholische Lied des Brachvogels und das lustige „Kiwitt“ des Kiebitz gehören schließlich zum Frühling im Labertal wie die Krokusse in den Gärten.

Trotz dieser Schutzmaßnahme sind Hundebesitzer jedoch dringend aufgerufen die Anleinpflicht im gesamten Wiesenbrütergebiet zu beachten. Diese gilt im gesamten Gebiet der Unteren und der Oberen Au während der Brutzeit von März bis August. Jeder (freilaufende) Hund und jeder nicht auf den Wegen bleibende Spaziergänger bedeutet Stress für die Tiere. Der Bund Naturschutz bittet also eindringlich, nicht nur in diesen ersten schönen Frühlingstagen Rücksicht auf die Wiesenbrüter zu nehmen.