PM: Auffüllungen Winzerer Höhen: Stadt und Landkreis lehnen Antrag auf Stopp der Auffüllungen ab !

Auffüllungen Winzerer Höhen
Lageplan der Auffüllungen
Bäuerliche Sandkastenspiele

Auffüllungen Winzerer Höhen:                                                 

Stadt und Landkreis lehnen Antrag auf Stopp der Auffüllungen ab.

Viele Regensburger, die Wassergenossenschaft Winzer und der Bund Naturschutz setzen sich seit nunmehr über einem Jahr für Ruhe- und Erholung, Trinkwasserschutz und Naturerhalt auf den Winzerer Höhen ein.
Die seit Jahren laufenden Auffüllungen im Bereich der Winzerer Höhen stellen ein großes Ärgernis dar und stoßen zunehmend auf Unverständnis. Hunderte, wenn nicht sogar weit über 1000 LKW, brachten immer neuen Erdaushub, so als müsste der Boden von allen Bauvorhaben aus ganz Regensburg hierher verbracht werden. Einige dieser Fuhren waren mehr oder weniger mit Bauschutt und Straßenaufbruch versetzt, so dass auch Befürchtungen um das Trinkwasser laut wurden. Die Probenahmen durch die Wassergenossenschaft Winzer in Zusammenhang mit Auffüllungen im Jahr 2012 zeigten Belastungen u.a. bei Mineralölkohlenwasserstoffen bis in den Bereich der fachlich zulässigen Grenzwerte. Das beruhigte nicht wirklich, auch wenn keine unmittelbare Gefahr für das Trinkwasser auszugehen scheint. Die Wassergenossenschaft hat daher schriftlich an die Verantwortlichen in Stadt und Landkreis ihren dringlichen Wunsch geäußert, in diesem Bereich keine weiteren Auffüllungen zu genehmigen. Im Zweifel reiche eine verseuchte Fuhre um das Trinkwasser nachhaltig zu schädigen.
Veranlasst durch engagierte Naherholungssuchende hat der Bund Naturschutz vor etwa 6 Wochen schriftlich bei der Stadt Regensburg und beim Landkreis beantragt, die Auffüllungsgenehmigungen aus wichtigem Grund zu widerrufen und keine neuen Auffüllungen mehr zu genehmigen. Schließlich ziehen sich die jetzigen Auffüllungen schon über Jahre hin und die damit verbundenen Beeinträchtigungen für Naherholung und Grundwasserschutz seien aus Sicht des BN unverhältnismäßig. Ein Ende müsse absehbar sein. Aus Sicht des Bund Naturschutz spricht nichts gegen eine Genehmigung für Landwirte, geeigneten Erdaushub zur Bodenverbesserung in angemessenem Umfang aufbringen zu dürfen. Wenn aber unter dem Deckmantel „Bodenverbesserung für die Landwirtschaft“ Genehmigungen ausgesprochen werden, die zur Folge haben, dass hunderte LKW über das Landschaftsschutzgebiet und mitten durch eines der wichtigsten Naherholungsgebiete von Regensburg anliefern und Auffüllungen in einem Umfang (mehrere tausend Kubikmeter auf einzelnen Flächen) vorgenommen werden, welche landschaftsgestaltende und deponieartige Größenordnungen annehmen, dann sei der Rahmen gesprengt. Derartige Genehmigungen dürfen nicht mehr erteilt werden. Oberstes Ziel muss es sein, der Erosion durch Windhecken und bodenschonende Bewirtschaftung möglichst Einhalt zu gebieten. Maisanbau auf steil geneigten Hängen, wie aktuell praktiziert, wirkt kontraproduktiv und sollten durch die Landwirte gestoppt werden. Übereinstimmend haben Stadt und Landkreis auf die Antragstellung des Bund Naturschutz nunmehr mitgeteilt, dass die bereits vorliegenden Genehmigungen nicht widerrufen bzw. nachträglich eingeschränkt werden, da keine entsprechenden Gründe vorlägen. Auch werde zukünftig in jedem Einzelfall nach den baurechtlichen Erfordernissen und der Einschaltung des amtlichen Naturschutzes und des Wasserwirtschaftsamtes entschieden, ob weitere Auffüllungen genehmigt werden. Die Randbedingungen des Baurechts ließen keine andere Aussage zu. Es bleibt daher wichtiges Anliegen vieler Bürger, der Wassergenossenschaft Winzer und des Bund Naturschutz verstärkt darauf hinzuwirken, dass die Winzerer Höhen für die Trinkwassergewinnung und als „Aussichts-, Natur- und Naherholungsbalkon von Regensburg“ geschützt und erhalten bleiben. Die Genehmigungsbehörden müssen zukünftig vor dem Hintergrund der vielen Einwendungen genau abwägen, ob neue Genehmigungen erteilt werden können. Sie müssen transparent erklären, ob die Interessen eines einzelnen Antragstellers vereinbar sind mit Trinkwasserschutz, Naherholung, Natur- und Landschaftsschutz.

Anlagen:
Obige Pressemitteilung zum Download

Schreiben BN an Stadt und Lkr. Regensburg

Antwort Stadt Regensburg und Landkreis

Plan der Aufschüttungen

 

Auffüllungen auf den Winzerer Höhen endlich beenden!

Es muss jetzt endlich Schluss sein mit den "immerwährenden" Auffüllungen auf den Winzerer Höhen!

Von überall her werden seit Jahren hunderte LKW-Ladungen, legal oder illegal, angefahren um die Böden zu verbessern. Landwirte klagen darüber dass, Wind und Wassererosion Humus verfrachtet, der wieder "aufgefüllt" werden muss. Es kann aber nicht sein, dass Natur- und Naherholung unangemessen belastet und eingeschränkt werden, damit Einzelne einen Vorteil haben. Ganz abgesehen vom großen und sicher nicht billigen Aufwand, der in der Verwaltungen getrieben wird, um die wildesten Auswüchse einzuschränken und rückgängig zu machen. Auch aus Sicht des Grundwasserschutzes erhöht jede weitere Auffüllung das Risiko, dass auch verseuchte Bodenbestandteile abgeladen werden. Die Wasserversorgung von Winzer und Steinweg gewinnt Wasser aus diesem Einzugsgebiet. Die Bürger erwarten, dass alles getan wird, um die Wasserqualität zu erhalten. Gute Kontrollen bieten nicht immer einen 100% Schutz. Es wurden in Bayern schon zu viele schlechte Erfahrungen gemacht.

Der Bund Naturschutz fordert daher, dass die Auffüllungen aus wichtigem Grund sofort beendet werden.
Gründe, ob Landschaftsschutz oder Trinkwasserschutz gibt es genug. Darüber hinaus fordert die Wassergenossenschaft Winzer schon seit längerem die Stadtverwaltung, das Landratsamt und den Markt Lappersdorf auf, dass keine neuen Auffüllgenehmigungen zwischen Winzer und Tremmelhausen erteilt werden dürfen. Der Trinkwasserschutz muss in diesem Bereich Vorrang haben. Die betroffenen Landwirte sollten endlich die besonders von Wind betroffenen Bereiche mittels Hecken vor Winderosion schützen und mit Mulchsaat und anderen ackerbaulichen Möglichkeiten die Erosion durch Wasser reduzieren.